Sounds Like Music - Grandiose Fortsetzung

geschrieben von Christian Köberl, am 27. Dezember 2009

Mit dem nun folgenden Rückblick auf das am gestrigen Abend stattfindende Sounds Like Music, geb ich mir und euch einen ersten Vorgeschmack auf meine nächsten Reviews, Kritiken und was sonst noch alles kommen mag. Es sei gesagt, dass mir das bebilderte Dokumentieren sicherlich eher liegt, als das ganze Erlebte in Worte zu fassen. Doch einen Versuch sollte es Wert sein... Nach dem Motto: auf zu neuen Ufern!

Wie eingangs schon erwähnt, fand gestern das Sounds Like Music-Festival statt. Dies war, nach dem letzten Jahr, die mittlerweile zweite Auflage. Wo voriges Jahr noch lokale Bands dem Publikum mächtig einheizten, standen dieses Jahr auch Bands aus anderen Bundesländern on Stage. Ja sogar aus dem fernen Norden, genauer gesagt aus Schweden, holte man sich tatkräftige Unterstützung.

Den tollen Abend eröffneten The Nintendos, eine 4-köpfige Band aus Kremsmünster. Der unverbrauchte Sound und die virtuos geschlagenen Drums, welche in ihrer Komplexität zuweilen an Bloc Party erinnerten, blieben hierbei im Gedächtnis haften. Ein Mördertempo, welches die Jungs vorgaben. Nachdem die letzten Gitarrenriffs von Arnold, dem Gitarrist und Sänger, verhallten, ging es nach kurzer "Umbauphase" beziehungsweise dem obligatorischem Soundcheck, mit der jungen, aufstrebenden Band Famp weiter. Röhrenjeans und enganliegende Shirts bzw. Lederjacken sind eines der optischen Merkmale der Wiener Jungs - am besten vergleichbar mit dem Kleidungsstil von Bandgrößen wie Franz Ferdinand.  Deren Tracks lieferten dann auch gehörig Druck, um der immer größer werdendenCrowd mal richtig Feuer unter dem Allerwertesten zu machen. Eingängige Songs, welche sofort den Weg in den Gehörgang fanden und sich dort auch sofort einnisteten.

Mit I Eat Pancakes kündigte sich nach der guten halben Stunde mit Famp, wieder eine der Urgesteine aus dem Kremstal an - genauer gesagt aus Schlierbach. Dass die Jungs langjährige Bühnenerfahrung haben, merkte man sofort. Routiniert wurde der Menge mit den melodiösen, mit treibender Baseline umwobenen Songs, eingeheizt. Ob Hüpfend, Stampfend... jeder zeigte sich von den Songs begeistert!

Bilderbuch sollte jedem GoTV-Seher und -Hörer spätestens seit Calypso ein Begriff sein. Auf Heavy-Rotation gelaufen, wurde die Band im ganzen Land, ja sogar über unsere Landesgrenzen hinaus, einem größeren Publikum bekannt. Ob Klassiker, wie Discokugel oder auch die neue Single Kopf ab - die Menge war hellauf begeistert. Die Dramatik die in Maurice´ Gestik und Mimik aufblitzen, geben dem Sound der Band auch optisch einen tollen Wiedererkennungswert. Auch wenn die "Zugabe"-Rufe noch lange nachklangen, musste der enge Zeitplan in Hinsicht der kommenden Headliner eingehalten werden.

Die Headliner des grandiosen Abends waren Friska Viljor - da ließen sie auch schon beim Soundcheck keine Zweifel aufkommen. Der Klang sollte für das wartende Publikum einfach perfekt sein!  Auch optisch entsprachen sie so ziemlich jedem Cliché Schwedens, dass vielen im Kopf herumwabert. Dass die ersten Töne von Daniel und Joakim erst einige Minuten später als laut Timetable erklangen, tat der eh schon zum Sieden gebrachten Stimmung keinen Abbruch - im Gegenteil! Für die Leute gab es kein Halten mehr. Das eigenwillige Soundkonstrut, indem sie Pop, Rock, Folk und viele andere Genres miteinbinden, ging auch in Micheldorf perfekt auf. Die Menge tobte, gröhlte zu den perfekt arrangierten Songs und shakte ab, was deren Beine hergaben. Somit beendete eine sich zu einprägende Band, diesen Abend in Sachen Bandauftritte. Doch Schluss war noch lange nicht...!

Mit Dirty Disco Youth holte man sich einen der gefragtesten Remixer und DJ´s derzeit, hinter die Plattenteller. Philip Speiser, so sein bürgerlicher Name, elektrisierte die Hörer mit derben Beats, welche dem aktuellen Trend French House/Tech House entsprachen und  den eh schonüberstrapazierten Gehörgänge der Leute noch Einiges abverlangten - im positiven Sinne natürlich.

Abschließend gebührt den vielen Helfern, die am Sounds Like Music mithalfen, großer Dank! Wir als Oberösterreicher dürften echt stolz sein, so ein tolles Festival direkt vor der Haustür zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass SLM bald in die 3. Runde durchstarten wird...

 




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