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		<title>trickster.at - Neueste Kritiken</title>
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		<description>Zeigt eine Liste der letzten 10 Kritiken.</description>

		
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			<title>Johnny</title>
			<link>http://www.trickster.at/johnny/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Petsch Moser: 15 Jahre als Band, vermutlich um die 1000 Auftritte absolviert und jetzt vier Alben alt.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Johnny hei&amp;szlig;t es, und es ist nicht das, was man anhand der Banddaten erwarten k&amp;ouml;nnte: Kein aufgew&amp;auml;rmter M&amp;uuml;sli-Rock, kein resignierendes Ges&amp;uuml;lze - ganz im Gegenteil, das Album stellt eine enorme Weiterentwicklung dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das beginnt schon bei den ersten Liedern: &lt;em&gt;Ego Tripping&lt;/em&gt; gibt einen rhythmischen Einstieg, der nicht zuviel verspricht: In der Tat hat die Band diesmal mehr oder weniger auf die &amp;uuml;blichen Balladen verzichtet - sicher kein Fehler, zur Abwechslung mal ein Album etwas durchg&amp;auml;ngiger zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ger&amp;auml;usche deiner Wohnung&lt;/em&gt; k&amp;ouml;nnen einem durchaus die ganze Nacht verfolgen - eing&amp;auml;ngige Musik und sinnvoller Text - davon war man bisher nur die H&amp;auml;lfte von Petsch Moser gewohnt. Das n&amp;auml;chste Lied war neben zwei anderen Johnny...-Liedern namensgebend f&amp;uuml;r das Album: &lt;em&gt;Johnny Cash&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Du bist heut aufgelegt wie eine Platte von Johnny Cash, man hat dich umgedreht und du hast weitergeredet, &amp;uuml;ber die Arbeit, die dir Spa&amp;szlig; macht: &amp;Uuml;ber den Schnittpunkt von Geld und Fantasie.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gef&amp;auml;llt mir, wie man in modernen Web 2.0-Netzwerken sagen w&amp;uuml;rde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die n&amp;auml;chsten Lieder wissen, wie man dem geneigten H&amp;ouml;rer und trickster.at-Schreiberling begeistert - mit einer Ausnahme: Das langatmige, langsame und deswegen wesentlich zu lange &lt;em&gt;Johnny Pitbull&lt;/em&gt; passt so richtig gar nicht ins Album.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daf&amp;uuml;r wird man allerdings relativ schnell entsch&amp;auml;digt: Mit &lt;em&gt;Argumente (lalalalalala)&lt;/em&gt; hat sich noch ein ziemliches Meisterwerk in den hinteren R&amp;auml;ngen des Albums versteckt. Mit dem Lied, geschrieben von Lorenz Pichler von &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/christoph-lollo/&quot;&gt;Christoph &amp;amp; Lollo&lt;/a&gt;, sind Petsch Moser beim Protestsongcontest 2010 angetreten - und sind, warum auch immer, nicht &amp;uuml;ber den Vorentscheid hinausgekommen. Vermutlich Schiebung, Bestechung, Russen-Mafia.&lt;br /&gt;Wie auch immer, das Lied bringt dem Album noch den letzten n&amp;ouml;tigen Touch an unernster Ernsthaftigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Das Album entspricht den h&amp;ouml;chsten Qualit&amp;auml;tsstandards, hat mindestens das AMA-G&amp;uuml;tesiegel verdient und wei&amp;szlig; einfach zu gefallen.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 09:44:38 +0200</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Monkey Years</title>
			<link>http://www.trickster.at/monkey-years/</link>
			<description>&lt;p&gt;Seit vielen Jahren macht Georg Altziebler unter seinem Alias &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat&lt;/em&gt; Musik zwischen Nashville und Graz. Nun liegt mit &lt;em&gt;Monkey Years&lt;/em&gt; ein repr&amp;auml;sentativer Querschnitt seines Schaffens vor.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;fliesstext&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Intensit&amp;auml;t des Songs &lt;em&gt;Are The Angels Pretty&lt;/em&gt;, mehr oder weniger zuf&amp;auml;llig geh&amp;ouml;rt von Walter Gr&amp;ouml;bchen auf einer staubigen Provinzlandstra&amp;szlig;e, ist es der selbst propagierten Legende nach zu verdanken, dass dessen Label &lt;em&gt;monkey music&lt;/em&gt; und Altziebler seit einigen Jahren gemeinsame Wege gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Album &lt;em&gt;Playground&lt;/em&gt; (2006) sollte das erste sein, das im Zeichen des Affen ver&amp;ouml;ffentlicht wurde. Drei weitere Releases folgten jeweils im Jahresabstand. Und die globale Fangemeinde wuchs stetig und stark an w&amp;auml;hrend es an hymnischen Kritiken ohnehin nicht mangelte.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cohens Hut und ein offener Hemdkragen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass dem so ist, verwundert nicht. Georg Altziebler als Mastermind von &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat&lt;/em&gt; schreibt n&amp;auml;mlich Songs, die kein Zuhause kennen. Wunderbar sanftes Liedgut, hin und wieder mal etwas mehr Tempo, eine immer intime und br&amp;uuml;chige Stimme &amp;ndash; Referenzen f&amp;uuml;r Altzieblers Musik sind schnell gefunden, eine von diesen tr&amp;auml;gt Hut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein steirischer Leonard Cohen sei er, attestierten ihm viele, so elegant und ergreifend seien seine Songs. Ein Vergleich, der kein schlechter ist. Mit einer einzigen Schublade ist es allerdings nicht getan, will man die Musik des &amp;bdquo;Sohns der Samtratte&amp;ldquo; in Worte einkleiden. Neben Cohens Hut l&amp;auml;sst sich da n&amp;auml;mlich auch Chuck Ragans Holzf&amp;auml;llerhemd hervorkramen, vortrefflich auch der ewig offene Hemdkragen von Serge Gainsbourg. Der einzigartig eigenartige Franzose hat es Altziebler besonders angetan: &quot;Mir hat &lt;em&gt;Serge Gainsbourg&lt;/em&gt; immer besser gefallen als die &lt;em&gt;Beatles&lt;/em&gt;.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Altziebler selbst hat sich schon am Franz&amp;ouml;sischen versucht, der Song &quot;Vache qui rit&quot; zeugt davon. Und Deutsch? Deutsch sei in der Popmusik bestenfalls eine Notl&amp;ouml;sung, so sperrig sei die Sprache, meint er. Und ganz nebenbei d&amp;uuml;rften die Erfolge von &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat&lt;/em&gt; in Nordamerika nicht unwesentlich mit dem Anglophonen in Altzieblers Songs verbunden sein...&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Affe steht auf die Ratte&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine zw&amp;ouml;lf Songs starke Auswahl seines Schaffens findet sich nun auf der soeben erschienen LP &lt;em&gt;Monkey Years&lt;/em&gt;. Diese beinhaltet aber - auch wenn der Titel unverkennbar auf das Label verweist - unter anderem Songs, die noch aus Altzieblers Deb&amp;uuml;t &lt;em&gt;By My Side&lt;/em&gt; stammen. Das schaurig-sch&amp;ouml;ne &quot;Play A Ghost Note On My Soul&quot; etwa oder das angesprochene &quot;Are The Angels Pretty&quot;. Exemplarisch f&amp;uuml;r einen Gro&amp;szlig;teil des Liedguts. Verlust, Tod und viel Sehnsucht sind die Motive, die die Musik durchziehen. Thematiken, die in der Welt der Damen und Herren mit gro&amp;szlig;en Herzen, auch genannt Songwriter, nicht gerade eine Seltenheit sind. Entscheidend ist allerdings der Grad der Authentizit&amp;auml;t respektive Intensit&amp;auml;t, mit der einem die Welt erkl&amp;auml;rt wird. Und dieser ist bei &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat &lt;/em&gt;ein sehr hoher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Hinsicht und in jeder anderen ist &lt;em&gt;Dumb Bird&lt;/em&gt; einmalig gelungen. &quot;&lt;em&gt;Sometimes I feel/Like a featherless bird/Among other birds/They look at me with/Their cruel black eyes/And they don't say a word/I can tell by their beaks/They don't care/If I live or die.&lt;/em&gt;&quot; Diese Zeilen stammen aus dem letzten regul&amp;auml;ren Studioalbum des Projekts von Altziebler, aus &lt;em&gt;Animals &lt;/em&gt;n&amp;auml;mlich, welches sich &amp;uuml;ber das Reich der Tiere der komplizierten wie komplexen Menschenseele ann&amp;auml;hert. Metaphorisch zwar, aber nie kryptisch, sondern immer verst&amp;auml;ndlich und in seiner reduzierten, ja fast nackten Haltung ungemein sympathisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Georg Altziebler, wahlweise unterst&amp;uuml;tzt von Live-Mitgliedern, als &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat&lt;/em&gt; steht f&amp;uuml;r Songwriting, das in der Liga der ganz gro&amp;szlig;en qualitativ mehr als nur mithalten kann.&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monkey Years&lt;/em&gt; ist allerdings - und das finde zumindest ich etwas bedauerlich - mehr ein Geschenk des Labels (zum zehnten Geburtstag) an sich selbst und an Georg Altziebler, als ein Einstiegsangebot f&amp;uuml;r diejenigen, die mit &lt;em&gt;Son Of The Velvet Rat&lt;/em&gt; bisher nichts anzufangen wussten. Mit 500 LPs hat diese Kompilation einen sehr exklusiven Touch, mehr als die bereits &amp;uuml;berzeugten Altziebler-Fans wird man damit aber nicht ansprechen k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll so sein - der Klasse der Musik tut das nat&amp;uuml;rlich keinen Abbruch. Und irgendwann kommt dann auch der gro&amp;szlig;e Durchbruch. Ganz sicher. Naja, vielleicht...&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 12:16:05 +0200</pubDate>
			
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			<title>Nebel auf dem Kontinent</title>
			<link>http://www.trickster.at/nebel-auf-dem-kontinent/</link>
			<description>&lt;p&gt;Es gibt ja durchaus einige M&amp;ouml;glichkeiten, ein gutes Album zu beginnen. Man kann den Zuh&amp;ouml;rer dazu verleiten, eine gewisse Spannung auf den Rest aufzubauen. Man kann durchaus auch das beste, rhythmischte Lied gleich an den Anfang stellen, gar kein Problem. Beim Album&lt;em&gt; Nebel auf dem Kontinent&lt;/em&gt; der Dresdner-Berliner Band &lt;strong&gt;Der elegante Rest&lt;/strong&gt; er&amp;uuml;brigt sich erstmals jeder Kommentar zum Anfang, ironischerweise h&amp;ouml;rt man sich besser den Rest des Albums an - der ist n&amp;auml;mlich nicht nur eleganter als der Anfang, sondern vor allem schl&amp;auml;ft man nicht sofort dabei ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gef&amp;auml;llt das zweite Lied, &lt;em&gt;La Dolce Vita&lt;/em&gt;, um einiges besser. Entspannt, aber nicht zu ruhig - eine gute Mischung, das zieht sich auch durch die anderen Lieder: Junge in Uniform - nicht unbedingt anspruchsvoll, aber sowas h&amp;ouml;rt man doch auch hin und wieder mal gerne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;em&gt;Fernfahrer&lt;/em&gt; dr&amp;auml;ngt sich kurz die Frage auf, warum Deutsche st&amp;auml;ndig &amp;uuml;ber Autobahnen singen m&amp;uuml;ssen - ob man denn keine andere Themen hat? Nach wenigen Sekunden verschwindet dieser Gedanke aber schnell wieder - die Zeile &quot;&lt;em&gt;Ich esse mein Pausenbrot, irgendwann sind wir dann mausetot&lt;/em&gt;&quot; kann dem geneigten Zuh&amp;ouml;rer durchaus einen qu&amp;auml;lenden Ohrwurm bringen - ob das wohl als Qualit&amp;auml;tskriterium f&amp;uuml;r Musik gilt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, als n&amp;auml;chstes f&amp;uuml;hrt uns das Album nach &lt;em&gt;Frankfurt am Main&lt;/em&gt; - nein, kein Lied &amp;uuml;ber die B&amp;ouml;rse, kein Lied &amp;uuml;ber einen Fluss, nichtmal um die Wurst geht es - worum es genau geht, kommt auch nicht wirklich raus. Eventuell eine banale Liebeserkl&amp;auml;rung an eine deutsche Gro&amp;szlig;stadt - ganz so banal klingt das Lied dann aber doch nicht, da haben wir auf dem Album schon schlechteres geh&amp;ouml;rt. Ganz im Gegenteil, das Lied ist eigentlich einer der Lichtblicke im Album.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso mysteri&amp;ouml;s wirken die Texte der n&amp;auml;chsten Lieder, so hei&amp;szlig;t es zum Beipsiel in &quot;&lt;em&gt;Hell erleuchtet&lt;/em&gt;&quot;: &quot;&lt;em&gt;Dicke Freaks r&amp;uuml;cken staubiges Inventar,&lt;/em&gt; (...) &lt;em&gt;es brennt die Luft und die Frauen tragen Schlangen im Haar&lt;/em&gt;&quot;. Ob das wirklich philosophisch ist, oder einfach nur eine zuf&amp;auml;llige Aneinanderreihung irgendwelcher Begriffe, die dem H&amp;ouml;rergehirn das Gef&amp;uuml;hl geben sollen, dass das Geh&amp;ouml;rte Sinn ergibt - das sollte jeder f&amp;uuml;r sich entscheiden - die Musik enth&amp;auml;lt jedenfalls ganz interessante Elemente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die restlichen Lieder enthalten wenig Spektakul&amp;auml;res, nichtmal &lt;em&gt;Braveheart&lt;/em&gt; kann einen vom Hocker rei&amp;szlig;en. Ob das jetzt Albumf&amp;uuml;ller sind, oder doch der Stil der Band - ich wei&amp;szlig; es nicht, ich hoffe auf Ersteres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Wer auf ruhige, nachdenkliche Musik steht, wird im Album sicher f&amp;uuml;ndig werden. Alle anderen k&amp;ouml;nnen sich &amp;uuml;ber &lt;em&gt;Junge in Uniform&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Fernfahrer&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Frankfurt am Main&lt;/em&gt; freuen - ist doch auch schon etwas, oder?&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 16:09:01 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>This Quiet Town</title>
			<link>http://www.trickster.at/this-quiet-town/</link>
			<description>&lt;p&gt;Ist das ober&amp;ouml;sterreichische Steyr das neue Liverpool? Nun gut, das mit der Industrie w&amp;uuml;rde ja irgendwie passen. Aber das mit der Musik ist so eine Sache - jedenfalls besingt die steyrische Band &lt;strong&gt;Velojet&lt;/strong&gt; in ihrem zweiten Album &lt;em&gt;This Quiet Town &lt;/em&gt;ihre Heimatstadt und klingt dabei wie auch schon im ersten Album ein wenig nach den Beatles, vielleicht aber auch allgemein recht britisch - m&amp;ouml;glichweise liegt das an der Sprache - der Begriff Schulenglisch liegt hier in weiter Ferne. Ungew&amp;ouml;hnlich und angenehm f&amp;uuml;r eine deutschsprachige Band.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, kommen wir zur Musik - ohne die Spannung auf das Album zu nehmen, aber die klingt das ganze Album &amp;uuml;ber konstant - ja, diese Band hat einen Stil, und der wird durchgezogen - und zwar vom ersten bis zum letzten Lied. Schon &lt;em&gt;Everybody knows&lt;/em&gt; weist auf eine gewisse Perfektion hin - das klingt rund, passt zusammen und gef&amp;auml;llt somit sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdenklich, aber nicht allzu deprimiert gibt sich&lt;em&gt; Head under Water&lt;/em&gt;, nicht weiter ungew&amp;ouml;hnlich f&amp;uuml;r das Album. Ebenso wenig kritisieren kann man die n&amp;auml;chsten Titel, &lt;em&gt;I Follow my Heart &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; I'm so hungry&lt;/em&gt;. Erw&amp;auml;hnenswert ist &lt;em&gt;Rain will Fall&lt;/em&gt; - vielleicht ideal f&amp;uuml;r verregnete Sommertage? Nein, das w&amp;auml;re wohl zu kitschig, so eine Empfehlung w&amp;uuml;rden wir auf trickster freilich niemals abgeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;center&quot; src=&quot;http://www.trickster.at/assets/Uploads/_resampled/ResizedImage600230-steyr.png&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;230&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommen wir lieber ohne weitere Umschweife zum namensgebenden Lied des Albums: &lt;em&gt;This Quiet Town&lt;/em&gt;. M&amp;uuml;sste man ein Highlight des Albums benennen, meine Wahl w&amp;uuml;rde wohl auf dieses Kunstst&amp;uuml;ck fallen. Ein Kunstst&amp;uuml;ck? Ja - denn ein Lied &amp;uuml;ber seinen Heimatort auf die &quot;Dort in unserer Jugend war es so sch&amp;ouml;n, jetzt sind wir so sehr und weit herumgekommen&quot;-Art zu schreiben ist wohl nicht allzu schwer, dabei aber nicht gek&amp;uuml;nstelt, sondern ehrlich und realistisch zu klingen sehr wohl. Gef&amp;auml;llt sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Sprache und Musik in ihrer Perfektion? Nein, nicht ganz - das Album k&amp;ouml;nnte mehr aussagen, au&amp;szlig;erdem fehlt ein wirklicher Aufh&amp;auml;nger. Gro&amp;szlig;er Tipp: Augen zu, Album anh&amp;ouml;ren und genie&amp;szlig;en: besser kann man nicht relaxen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Foto-Quelle: Herbert Ortner, lizensiert unter GNU FDL 1.2)&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 15:10:30 +0200</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/this-quiet-town/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Down in Albern</title>
			<link>http://www.trickster.at/down-in-albern/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&quot;Es ist dies mein zweites Album. Es ist das erste welches ich unten in Albern aufgenommen habe. Deshalb nenne ich es &quot;Down in Albern&quot;.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;So gelesen im Booklet der ersten CD aus dem kleinen Package, das mir &lt;strong&gt;Problemb&amp;auml;r Records&lt;/strong&gt;, ein kleines Label aus Wien, zukommen hat lassen. Was ich &amp;uuml;brigens sehr nett gefunden habe.&lt;br /&gt;Weiters: &lt;strong&gt;Sir Tralala&lt;/strong&gt; geigt hier auf, pauTi van pauTipauT basst und klarinettet - der Verdacht liegt nah, dass man es hier mit dem heurigen FM4-Protestsongcontestgewinner &lt;strong&gt;pauT&lt;/strong&gt; (&lt;em&gt;Sepp haT gesagT, wir m&amp;uuml;ssen alles anz&amp;uuml;nden&lt;/em&gt;) zu tun hat. Soweit so gut! &lt;br /&gt;Ich recherchiere also weiter. Durchforstet man die Problemb&amp;auml;r-Homepage, sieht man, dass das Label offensichtlich sehr viel auf seinen Nino gibt - richtig tr&amp;auml;umerische S&amp;auml;tze liest man da! Man liest auch: &lt;em&gt;&quot;Aufgenommen wurde im Schnellverfahren; windschiefe Momente absichtlich nicht nachtr&amp;auml;glich begradigt; der Moment z&amp;auml;hlt!&quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das merkt man. Und das tr&amp;auml;gt auch viel zum Album bei - es ist praktisch ein Rohbau, dem man gar keinen Puder mehr ins Gesicht stauben mag. Aber recht viele Facetten hat er trotzdem, der Rohbau, auch ohne Hochglanzpolitur - Sir Tralalas Geige vers&amp;uuml;&amp;szlig;t einem &lt;em&gt;Down in Albern &lt;/em&gt;ganz und gar, auch auf &lt;em&gt;Die Lieder&lt;/em&gt; trifft das zu. Dann h&amp;ouml;rt man Orgeln, Klarinetten, Saxophone, Trompeten und sogar eine Ukulele - gro&amp;szlig;teils h&amp;ouml;rt man aber Nino mit seiner verk&amp;uuml;hlten Gitarre. Und auch textlich bzw. stimmungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig gibts da sehr viel. Ein gro&amp;szlig;artiger Start ist &lt;em&gt;Zimmer zu vermieten&lt;/em&gt; zwar nicht, aber &lt;em&gt;Weit weit weg &lt;/em&gt;klingt dann doch so sch&amp;ouml;n vertr&amp;auml;umt, dass man alles vorher vergisst, und aus irgendeinem Grund erinnert es mich an &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/wellen-der-angst/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Taximusik&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;. &lt;em&gt;Ich wei&amp;szlig; nicht, sag du &lt;/em&gt;setzt die Tr&amp;auml;umereien fort, auch wenn Ninos Aussprache irgendwie etwas ins Franz&amp;ouml;sische abzuschweifen scheint. &lt;br /&gt;Aber genug davon. Schlie&amp;szlig;lich freut sich der Nino gerade irrsinnig &amp;uuml;ber freie Tage im Sommer und tut das in&lt;em&gt;&amp;nbsp; Holidays &lt;/em&gt;der Welt kund. Kennt man vielleicht aus aufmerksamer FM4-H&amp;ouml;rer, war ja immerhin Ninos erste Singleauskopplung von &lt;em&gt;Down in Albern&lt;/em&gt;. So ganz nebenbei, &amp;auml;hneln tut der Name ja &lt;em&gt;Down in Albion &lt;/em&gt;von den &lt;strong&gt;Babyshambles&lt;/strong&gt;, ein bissl sonstige &amp;Auml;hnlichkeit kann man vielleicht auch raush&amp;ouml;ren, wenn man fest daran glaubt. Gefallen tut mir Ninos musikalischer Gedankensprudel aber mehr. Schlie&amp;szlig;lich mag ich nachdenkliche Lieder fast mehr als alle anderen, und hui, da kommt ja schon wieder eins (&lt;em&gt;Mein erstes Gedicht&lt;/em&gt;). Der Sinn von &lt;em&gt;Wir ziehen in den Krieg &lt;/em&gt;erschlie&amp;szlig;t sich mir nicht so wirklich, daher machen wir gleich eine Zeitreise zu &lt;em&gt;Down in Albern, &lt;/em&gt;wo sich Sir Tralala &quot;aufspielt&quot;. Gef&amp;auml;llt mir fast am besten vom ganzen Album.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich mag ich ja keine Lied-f&amp;uuml;r-Lied heruntergebeteten Kritiken. Trotzdem schreib ich sie immer wieder. Manchmal kann ich einfach nicht anders - manchmal mag ich kein Lied auslassen, weil ich sie alle irgendwie erw&amp;auml;hnen mochte. Hier ist das der Fall. Aber trotzdem zwing ich mich jetzt dazu, etwas zu &amp;uuml;berspringen, und zwar bis zu &lt;em&gt;Du Oasch&lt;/em&gt;. Ja, auch &lt;em&gt;Die Lieder &lt;/em&gt;ist sicher ein solches, womit sich viele, viele Menschen identifizieren k&amp;ouml;nnen, und &lt;em&gt;Walzerlied&lt;/em&gt; gef&amp;auml;llt mir gerade wegen dieses irrsinnig sch&amp;ouml;nen Wiener Charmes so, den ich ja grunds&amp;auml;tzlich verg&amp;ouml;ttere. Zumindest das geh&amp;ouml;rt erw&amp;auml;hnt.&lt;br /&gt;Jedenfalls ist&amp;nbsp; &lt;em&gt;Du Oasch&lt;/em&gt; Ninos zweite Single, und die kenn ich ja tats&amp;auml;chlich schon! Es war ein Abend mit grindigstem Wetter, im Auto l&amp;auml;uft FM4, und irgendwie f&amp;uuml;hle ich mich an die &amp;Ouml;sterreicher der alten Schule erinnert - angsoffen und verraucht und irgendwie f&amp;uuml;r nichts motiviert. Und das hat mir sehr gut gefallen! Weil man so etwas einfach nicht mehr oft h&amp;ouml;rt und es auf eine ganz eigene Weise charmant ist. Sch&amp;ouml;n. Ich mag &lt;em&gt;Du Oasch &lt;/em&gt;und w&amp;uuml;nsche ihm, dass es in die Riege der &amp;ouml;sterreichischen Klassiker eingeht. So wie ich es dem Nino aus Wien w&amp;uuml;nsche, dass ihn jeder kennt und jeder mag. Denn &amp;ouml;sterreichische Musik sollte sowieso wieder einen anderen Stellenwert einnehmen - gro&amp;szlig;teils hat sie es wirklich verdient. &lt;br /&gt;Noch etwas: Dass dieses Album ohne irgendwelches &quot;Glattb&amp;uuml;geln&quot; und gro&amp;szlig;artiges &amp;Uuml;berarbeiten, noch dazu im Schnelldurchlauf aufgenommen worden ist, macht die Musik insofern noch etwas bemerkenswerter, weil es nicht leicht ist, im Stress zu arbeiten und vor allem sehr mutig, ein praktisch &quot;unkorrigiertes&quot; Werk zu ver&amp;ouml;ffentlichen. Vor allem, weil das auch ganz, ganz anders klingen k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 18:34:32 +0100</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/down-in-albern/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Amnesiac</title>
			<link>http://www.trickster.at/amnesiac/</link>
			<description>&lt;p&gt;H&amp;auml;tte es zwischen &lt;strong&gt;OK Computer&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Amnesiac &lt;/strong&gt;kein &lt;strong&gt;Kid A&lt;/strong&gt; gegeben, Radiohead w&amp;auml;ren f&amp;uuml;r das, was sie auf und mit &lt;strong&gt;Amnesiac&lt;/strong&gt; gemacht haben, gelyncht worden. Nach Kid A, &lt;em&gt;&quot;konnten sich Radiohead alles erlauben&quot;, &lt;/em&gt;urteilte &amp;Ouml;sterreichs rund funkendes Feigenblatt FM4 k&amp;uuml;rzlich. Zwar oft als das &quot;alleingelassene Schwesterchen von Kid A&quot;, auch als &quot;Kid B&quot; eher weniger schmeichelhaft tituliert, ist Amnesiac ein relativ eigenst&amp;auml;ndiges Werk. Zweifellos eine Weiterf&amp;uuml;hrung des Weges, den Radiohead mit Kid A eingeschlagen haben, aber noch komplexer und widerspenstiger als selbiges. Dennoch stammen beide Alben aus ein und derselben Session, nur wurden zwei in sich stimmige Ver&amp;ouml;ffentlichungen aus diesen zusammengestellt. &lt;br /&gt;Thom Yorke &amp;uuml;ber die Differenzen dieser Werke:&lt;em&gt; &quot;I think the artwork is the best way of explaining it. The artwork to Kid A was all in the distance. The fires were all going on the other side of the hill. With &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Amnesiac, you're actually in the forest while the fire's happening.&quot;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;Oder, um auf den ersten Satz dieser Rezension zur&amp;uuml;ckzugreifen: h&amp;auml;tten Radiohead das Feuer nicht angek&amp;uuml;ndigt, w&amp;auml;re es ihnen wohl selbst zum Verh&amp;auml;ngnis geworden.&lt;img class=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.trickster.at/assets/Uploads/Amnesiac-Logo-Big.gif&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Aber so werfen die Kassandren aus Oxford knappe neun Monate nach dem ersten Album erw&amp;auml;hnter Session vor die Meute und ernten wie immer &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigende Begeisterung. Was Radiohead anfassen, wird Gold, m&amp;ouml;chte man meinen, aber das widerspr&amp;auml;che deren Stil. Radiohead sind keine M&amp;auml;nner des pomp&amp;ouml;sen, &amp;uuml;berbordenden Glanzes, ihre Schiene ist die des Subtilen, Kryptischen und bisweilen unverbl&amp;uuml;mt Antipathischen.&lt;br /&gt;Er&amp;ouml;ffnet wird Amnesiac von &quot;&lt;em&gt;Packt Like Sardines in a Crushd Tin Box&lt;/em&gt;&quot; und einer Portion Electronic-Spielerein, die sehr an Aphex Twin erinnern. Thom Yorkes Gesang positioniert sich im Hintergrund und ist teilweise eher lautmalerisch zu verstehen, aber phonetische Transparenz war noch nie die Absicht des Oxforders: &quot;&lt;em&gt;I'm a reasonable man, get off my case, get off my case.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;Eine g&amp;auml;nzlich andere Richtung schl&amp;auml;gt da &quot;&lt;em&gt;Pyramid Song&lt;/em&gt;&quot;, der fixe Bestandteil jeder Radiohead-Show, bei dem Johnny Greenwood seine Gitarre im Stile der Isl&amp;auml;nder von Sigur R&amp;oacute;s mit einem Geigenbogen streicht, ein. Ein Piano begleitet Thom Yorke durch seine &amp;auml;therischen Vocals, ein Vers bleibt besonders im Ged&amp;auml;chtnis h&amp;auml;ngen: &quot;&lt;em&gt;There was nothing to fear and nothing to doubt&lt;/em&gt;.&quot; Optimismus? Nein, eher Nihilismus und das ewige Thema Tod. Dantes La Divina Comedia und Hesses Siddharta sollen die Lyrics in besonderem Ausma&amp;szlig;e beeinflusst haben.&lt;br /&gt;In Form, nicht aber in Inhalt isoliert nimmt sich &quot;&lt;em&gt;Pulk/Pull Revolving Doors&lt;/em&gt;&quot; aus, mehr ein elektronisches Experiment, m&amp;ouml;glicherweise aus einer der Sessions Thom Yorke vs. DJ Shadow, als ein Song im herk&amp;ouml;mmlichen Sinn, dessen Grenzen Radiohead aber immer schon auszuloten wussten. T&amp;uuml;ren - Doors - sind als inhaltliches Thema zu erkennen, formal erinnert &quot;&lt;em&gt;Pulk/Pull Revolving Doors&lt;/em&gt;&quot; an Slam Poetry oder an das ironische, sokratische Element in Aphorismen und Kurzgeschichten. Eine Professur der Literaturwissenschaften wird Thom Yorke wohl schon mehrere Male angetragen worden sein...&lt;br /&gt;N&amp;auml;her am klassischen Song-Format ist da schon wieder &quot;&lt;em&gt;You And Whose Army&lt;/em&gt;&quot;, bei dem Yorkes Stimme besonders am Anfang in den Fokus r&amp;uuml;ckt, bis gegen Ende hin dann das restliche Instrumentarium der Band zum Einsatz kommt. Sehr schwer zu deuten sind abermals die Lyrics, die metaphorische und mystische Sprache eines Yorke ist nun einmal ein Teil dessen, was den Kult um Radiohead ausmacht.&lt;br /&gt;Dem elektronisch angehauchten Grund-Konzept steht &quot;&lt;em&gt;I Might Be Wrong&lt;/em&gt;&quot; entgegen welches sich gitarrenlastiger als alles andere auf Amnesiac gestaltet. Offenbar Grund genug, diesen Song auch gleich in den Werbespots f&amp;uuml;r die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City einzusetzen. Aber er war auch der erste Song von Amnesiac, der bereits auf der Kid A-Tour gespielt wurde, zum ersten Mal &amp;uuml;brigens als Setcloser in Mailand.&lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot; wurde f&amp;uuml;r Radiohead zu einem Sisyphos-Werk, geschlagene 373 Tage brauchten sie, um diesen Song aufzunehmen. Sie waren schon knapp davor, ihn wegzuwerfen, was doch sehr schade gewesen w&amp;auml;re. Ed O'Brien spielte &lt;strong&gt;Johnny Marr&lt;/strong&gt;, dem Gitarristen der Smiths, &quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot; vor, ein Song, der von den Smiths inspiriert w&amp;auml;re. Johnny Marr soll sehr ger&amp;uuml;hrt gewesen sein. Thom Yorke &amp;uuml;ber &quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot;: &quot;&lt;em&gt;It's partly the idea of the businessman               walking out on his wife and kids and never coming back. It's also               the thousand yard stare when you look at someone close to you and               you know they're gonna die. It's like a shadow over them, or the               way they look straight through you. The shine goes out of their               eyes&lt;/em&gt;.&quot;&lt;br /&gt;Die Amnesiac-Version von Morning Bell, simpel &quot;&lt;em&gt;Amnesiac/Morning Bell&lt;/em&gt;&quot; genannt, ist etwas harmonischer und sanfter geraten als die gro&amp;szlig;e Schwester von Kid A, beide erg&amp;auml;nzen aber ideal den Gesamteindruck ihres jeweiligen Albums und geh&amp;ouml;ren zu den bekanntesten und meist gespielten Songs der Alben Kid A und Amnesiac.&lt;br /&gt;Zyklisch an- und abschwellende Streicher und Becken begleiten Thom Yorke auf &quot;&lt;em&gt;Dollars&amp;amp;Cents&lt;/em&gt;&quot;, einem Song, von dem oftmals behauptet wurde, dass er vom Kapitalismus und der monet&amp;auml;r definierten Welt handle. Eine Behauptung, die sich leicht aufstellen l&amp;auml;sst, geben Radiohead doch selten den wahren Sinn ihrer Werke Preis.&lt;br /&gt;B&amp;auml;ren jagen tut man nicht. Und wenn sie noch so frech den Imker reizen. Radioheads Einstellung zur B&amp;auml;renjagd d&amp;uuml;rfte &amp;auml;hnlich sein, aus dem Song &quot;&lt;em&gt;Hunting Bears&lt;/em&gt;&quot; geht das aber nicht eindeutig hervor. Es gibt n&amp;auml;mlich keine Vocals. Nur verzerrte Gitarren und etwas Keyboard gibt es im Aufgebot. Ein komplett weirder Song, mit gut zwei Minuten aber zu kurz, um ihm eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Aufgabe im Werk &quot;Amnesiac&quot; zuzuschreiben. Eine kleine Spielerei, das wars.&lt;br /&gt;Dass die Erde mit leichtem Drall durchs Universum gurkt, ist bekannt, ob der Planet Terra allerdings Pate f&amp;uuml;r &quot;&lt;em&gt;Like Spinning Plates&lt;/em&gt;&quot; ist, l&amp;auml;sst sich nicht eruieren. Fakt ist aber, dass der Song auf dem &amp;auml;lteren &quot;&lt;em&gt;I Will&lt;/em&gt;&quot; basiert, allerdings r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts gespielt. Der Gesang ist nat&amp;uuml;rlich chronologisch in richtiger Reihenfolge, weshalb sich auch Textphrasen ausmachen lassen: &quot;&lt;em&gt;When this just feels like spinning plates. I'm living in cloud cuckoo land.&lt;br /&gt; And this just feels like spinning plates. Our bodies floating down the                muddy river.&lt;/em&gt;&quot; &lt;br /&gt;Atmosph&amp;auml;risch beginnt &quot;&lt;em&gt;Life in a Glasshouse&lt;/em&gt;&quot;, der letzte Song des Albums, bevor Thom Yorke, Piano und der Trompeter &lt;strong&gt;Humphrey Lyttelton&lt;/strong&gt; den Song zu einer jazzigen Nummer ausgestalten.&lt;br /&gt;Mit &quot;Amnesiac&quot; haben Radiohead ein weiteres Mal bewiesen, dass Musik kein Nebenbei-Konsum-Objekt ist. Musik im Radiohead'schen Sinne verlangt viel Zeit, sowohl der Produzenten als auch der H&amp;ouml;rerschaft und die Toleranz, sich auf Neues einzulassen, auch wenn man seine vermeintliche Genre-Heimt l&amp;auml;ngst gefunden zu haben glaubt. W&amp;auml;hrend sich im Musikbusiness die K&amp;uuml;nstler etablieren, die alle zwei bis drei Jahre eine bestenfalls leicht adaptierte Neuauflage ihres Durchbruchalbums nachlegen, riskieren Radiohead mit jedem ihrer Alben, mit ihren unorthodoxen Releasepraktiken und ihrer leicht arrogant anmutenden Art den Verlust ihres Status. Mit jedem Album ein neues Experiment, jedesmal ein Neuanfang. Musik, wie es sie nicht oft gibt, aber Musik, die Jahrzehnte &amp;uuml;berdauern wird und mit jedem Mal H&amp;ouml;ren gewinnt.&lt;br /&gt;Leichte Kost ist die Musik von der Oxforder Band nicht. &lt;strong&gt;Nick Hornby&lt;/strong&gt;, der bekannte Schriftsteller, klassifizierte &quot;Amnesiac&quot; als viel zu herausfordernd f&amp;uuml;r arbeitende Eltern, die abends auch noch ihren famili&amp;auml;ren Pflichten nachkommen m&amp;uuml;ssten. Aber Kleingeister und solche, die es noch werden (wollen), sind auch nicht Zielgruppe von Radiohead. &quot;&lt;em&gt;The reason people are so into escaping is there's a fucking lot to escape from&lt;/em&gt;,&quot; behauptet Thom Yorke. &quot;&lt;em&gt;In a way, the last thing anyone needs is someone rubbing salt in the wounds, which is sort of what we're doing&lt;/em&gt;.&quot;&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:46:44 +0100</pubDate>
			
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			<title>Liebe.</title>
			<link>http://www.trickster.at/liebe/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Liebe.&lt;/em&gt; Selten gab es einen Albentitel, der passender f&amp;uuml;r das Benannte sprechen k&amp;ouml;nnte. Denn die zwei Wiener von &lt;strong&gt;Tanz Baby!&lt;/strong&gt;, S&amp;auml;nger David, Allesk&amp;ouml;nner und -schreiber Mu haben sich dem allgegenw&amp;auml;rtigsten Thema gewidmet, das man sich &amp;uuml;berhaupt vorstellen kann. Und erinnern dabei stark an die ganz alte deutsche Schule, denn die Band auf der B&amp;uuml;hne in einer verrauchten Bar Anfang des vergangenen Jahrhunderts ist das, was mein geistiges Auge mir beim H&amp;ouml;ren dieses Deb&amp;uuml;ts zeigt. Das Auftreten von S&amp;auml;nger David mit Anzug, Rose im Knopfloch und gut geschmierter Frisur tr&amp;auml;gt dazu ebenso bei wie die schlicht &quot;alt&quot; wirkenden Texte, die man heute von kaum einer anderen heute bestehenden Band zu h&amp;ouml;ren bekommt, ebenso wie das rollende R, das sich sonst auch nur Till Lindemann benutzen traut, wenn auch aus ganz anderen Gr&amp;uuml;nden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andauernd verliebt gibt sich David, mit trauernden Trompeten im Hintergrund, traurig ist er auch, und das ist auch schon die simple Formel von &lt;em&gt;Liebe&lt;/em&gt;., die einerseits gar nicht an oberfl&amp;auml;chliches verliebtes Gepl&amp;auml;nkel erinnert, andererseits aber eben von einer Naivit&amp;auml;t zeugt, wie sie nur die Gef&amp;uuml;hle erzeugen, von der er, zugegebenerma&amp;szlig;en ziemlich monoton, singt. Das wird nach sp&amp;auml;testens zwei Durchl&amp;auml;ufen anstrengend, wenn man ein anderes Tempo gewohnt ist - aber der Refrain von &lt;em&gt;Alleinesein&lt;/em&gt; verzaubert mich trotzdem, weil er ganz einfach wundersch&amp;ouml;n ist. Auch &lt;em&gt;Nur Du&lt;/em&gt;, lange Wochen FM4s favourite Lovesong, hat jeder gern im Ohr. Aber wenn man ganz ehrlich ist: irgendwann m&amp;ouml;chte man doch die Band wechseln, Liebeslieder gibts ja wirklich zum Wegwerfen viele. Die ganzen Facetten auf einer CD versammelt zu haben, ist interessant und fallweise praktisch, aber es hat schon seine Gr&amp;uuml;nde, warum ich diese alte, kitschige Bar-Szene im Kopf habe - denn dort passt diese Musik wirklich gut hin, eben als Hintergrundmusik. Ein vollwertiges Konzert zu besuchen, kann ich mir ebenso schwer vorstellen. Als jemand, der die Liebe schon sein &quot;Eigen&quot; nennt, sofern das m&amp;ouml;glich ist, kommt stimmungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig wohl nur Einsamkeit auf, und ob man sich als Single l&amp;auml;nger als eine Stunde so berieseln lassen m&amp;ouml;chte, ist auch fraglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du&lt;/em&gt;: die unerwiderten Gef&amp;uuml;hle sind schon eine Qual. S&amp;uuml;&amp;szlig;, bitters&amp;uuml;&amp;szlig;, tiefd&amp;uuml;ster. Alles das durchlebt man hier in guten 37 Minuten und f&amp;uuml;hlt sich sicherlich auch an alte (oder, Gott bewahre, aktuelle) Zeiten erinnert. Leiden kann man so sicher wunderbar, und beinahe jeder kann sich mit Davids kleinem, reinen Herzen identifizieren - aber ob man das gerade wirklich m&amp;ouml;chte, ist auch eine andere Frage.&lt;br /&gt;&quot;Wir haben noch gar nicht richtig angefangen&quot;, sagt Mu auf die Frage, ob das Thema nicht langsam ausgesch&amp;ouml;pft ist - das l&amp;auml;sst auf weitere Minuten voll Tr&amp;auml;umereien warten. Man darf gespannt sein, worauf man wartet: eine Fortsetzung im selben Stil, oder ob Tanz Baby! wirklich das Kunstst&amp;uuml;ck schaffen, sich neu zu erfinden.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 00:39:42 +0100</pubDate>
			
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			<title>Blackbox</title>
			<link>http://www.trickster.at/blackbox/</link>
			<description>&lt;table border=&quot;0&quot; width=&quot;300&quot; style=&quot;padding-bottom: 0px; margin-bottom: 0px;&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h5&gt;&lt;br /&gt;The Who?&lt;/h5&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h3&gt;The What?&lt;/h3&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h2&gt;The Yeah!&lt;/h2&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Das sind f&amp;uuml;nf junge &amp;Ouml;sterreicher, die sich 2006 gefunden haben, und im November 2009 ihr erstes Album, &lt;strong&gt;Blackbox&lt;/strong&gt;, ver&amp;ouml;ffentlicht haben. Schon das erste Lied, &lt;em&gt;Auf der Strecke&lt;/em&gt;, animiert nach wenigen Sekunden zum Mitpfeifen, Mitsingen oder von mir aus auch durchaus zum Mitgr&amp;ouml;hlen. &quot;&lt;em&gt;Vielen Dank f&amp;uuml;r's Gespr&amp;auml;ch, ich h&amp;auml;tt' besser nicht drumherum reden k&amp;ouml;nnen&lt;/em&gt;&quot; - so sozialkritische Texte sind eine willkommene Abwechslung zu den &amp;uuml;blichen &quot;Ich lieb dich, du liebst mich nicht, ergo ist das Leben ziemlich schei&amp;szlig;e.&quot;-Texten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unser Herr B&amp;uuml;rgermeister&lt;/em&gt;, das n&amp;auml;chste Lied, erinnert sowohl musikalisch wie auch textlich ein wenig an die neueren &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/ja-panik/&quot;&gt;Ja, Panik&lt;/a&gt;-Lieder - englische und deutsche Textteile gemischt, dazu schwer-verst&amp;auml;ndliche Zusammenh&amp;auml;nge, und nat&amp;uuml;rlich eine beeindruckende Melodie. Kein Wunder, dass das Lied des &amp;ouml;fteren auf FM4 zu h&amp;ouml;ren ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert sind auch die n&amp;auml;chsten Werke: &lt;em&gt;Die Angst&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Ein langsamer Tod&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Was uns aufh&amp;auml;lt&lt;/em&gt; k&amp;ouml;nnten allesamt ebenfalls durchaus als Single durchgehen - da passt einfach alles. Gerade &lt;em&gt;Was uns aufh&amp;auml;lt&lt;/em&gt; zeigt wieder sozialkritischere Aspekte: &lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Das ganze Leben, eine einzige L&amp;uuml;ge - MTV, bunte Bettbez&amp;uuml;ge - kommerziell eine Katastrophe, pers&amp;ouml;nlich ein Erfolg.&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem ruhigen &lt;em&gt;Raus von hier&lt;/em&gt; (&quot;&lt;em&gt;Rock 'n' Roll wird niemals sterben!&lt;/em&gt;&quot;) beginnen die etwas langsameren Lieder des Albums:&lt;br /&gt;Bei &lt;em&gt;Ein Ende zu setzen&lt;/em&gt; schwankt man schon, ins Depressive zu verfallen: &quot;&lt;em&gt;So kann nur sterben, so kann man nicht leben!&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant der Ansatz von &lt;em&gt;Am Anfang war das Wort &lt;/em&gt;- ein Haufen Schlagw&amp;ouml;rter erz&amp;auml;hlen eine Geschichte: &quot;&lt;em&gt;Glauben, hoffen, Stillstand, Leere, Mauer, Wut und Trauer, Versuchung, versuchen, verfluchen! Ein ganzes W&amp;ouml;rterbuch gegen unser Nein.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: &lt;strong&gt;Blackbox&lt;/strong&gt; ist aus meiner Sicht, neben den neuen Alben von &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/meine-schuld-meine-schuld-meine-gro-e-schuld/&quot;&gt;Kreisky&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/the-angst-and-the-money/&quot;&gt;Ja, Panik&lt;/a&gt;, die beste Neuerscheinung 2009 in der &amp;ouml;sterreichischen Indierock-Szene. Eine willkommene Abwechslung zu &amp;uuml;blichen, gro&amp;szlig;teils belanglosen Texten, einfach gut durchdacht und gut konzipiert. Das verdient 10 von 10 Punkten.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 14:49:42 +0100</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/blackbox/</guid>
		</item>
		
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			<title>Black Air</title>
			<link>http://www.trickster.at/black-air/</link>
			<description>&lt;p&gt;Schreie, Pfiffe, Jubel - das ist das erste, was man auf Black Air, dem zweiten Album der Wiener Band A Life, A Song, A Cigarette h&amp;ouml;rt. Ob sich hier die Band selber feiert, oder ob es eine Live-Aufnahme ist, bleibt weitgehend unklar, das Lied macht jedenfalls durchaus Lust auf das darauffolgende Album. So merkt man schon bei den ersten Lieder, dass sie einfach besser zusammenpassen als am &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/fresh-kills-landfill/&quot;&gt;ersten Album&lt;/a&gt; - durchdacht, interessant und einfach sch&amp;ouml;n zum Anh&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der leicht depressive Unterton, der am ersten Album noch vorherrschte, ist nun etwas in der Versenkung verschwunden, etwas, das man vor allem bei &lt;em&gt;Marie&lt;/em&gt; (siehe Video) h&amp;ouml;rt. Das n&amp;auml;chste Lied, &lt;em&gt;Black Air&lt;/em&gt;, war namensgebend f&amp;uuml;r das Album - die Zeilen &quot;&lt;em&gt;I want to be free... I want to be Black Air&lt;/em&gt;&quot; geben einen ganz guten Eindruck davon, wie sch&amp;ouml;n ruhige, besinnliche Musik sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lied &lt;em&gt;Simmering&lt;/em&gt; handelt &amp;uuml;berraschenderweise von keinem Wiener Gemeindebezirk - immerhin beginnt das Lied mit &quot;&lt;em&gt;She's a freak, she's a beauty&lt;/em&gt;&quot; - viel mehr ist &quot;Simmering&quot; Englisch und bedeutet &quot;fiebernd, kochend&quot; - wieder was gelernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fazit: Einfach ein Album, das man von oben nach unten durchh&amp;ouml;ren sollte - ob es gef&amp;auml;llt oder nicht, ist wohl Ansichtssache, jedenfalls ist es ein gro&amp;szlig;er musikalischer Schritt nach vorne.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:43:07 +0200</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/black-air/</guid>
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			<title>Wellen Der Angst</title>
			<link>http://www.trickster.at/wellen-der-angst/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nix schmeckt so grauslich wie a lauwarmes Bier, au&amp;szlig;er wir trinkens gemeinsam. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;So beginnt &lt;em&gt;Wellen der Angst,&lt;/em&gt; Album Nummer zwei der f&amp;uuml;nf FM4-Moderatoren Ostermayer, Zikmund, Pfster, Fuchs und Hebenstreit. Und &lt;em&gt;Taximusik &lt;/em&gt;ist auch wirklich ein sehr sch&amp;ouml;ner Start f&amp;uuml;r den rum-, bier- und weingetr&amp;auml;nkten Nachfolger von &lt;em&gt;Goodnight Vienna&lt;/em&gt;, auf dem sich wieder f&amp;uuml;nf Coverversionen englischsprachiger Lieder finden, auch wenn der Starttitel keine davon ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daf&amp;uuml;r aber &lt;em&gt;Hooligan der Herzen&lt;/em&gt;, original von &lt;strong&gt;Naked Lunch&lt;/strong&gt;, deren S&amp;auml;nger Oliver Welter auch als zweite Stimme vertreten ist, und auch &lt;em&gt;Scheene Leich&lt;/em&gt;, das ins Wienerische &amp;uuml;bersetzte &lt;em&gt;Time To Pretend &lt;/em&gt;von &lt;strong&gt;MGMT&lt;/strong&gt;. &amp;Uuml;bersetzungstechnisch gibts auch hier, wie &amp;uuml;berhaupt nirgends, kaum etwas zu bem&amp;auml;ngeln, schade sind nur die Geigen, die sich teilweise nichts trauen, teilweise schlecht abgemischt sind, teilweise beides, was schade ist, weil es dem Lied sehr viel an Power wegnimmt, die es eigentlich recht ordentlich verk&amp;ouml;rpern sollte. &lt;strong&gt;John Cales &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Dying On The Wine &lt;/em&gt;wiederum ist von Ostermayer sehr sch&amp;ouml;n umgesetzt und wirkt, wie recht viele Lieder der Platte, sehr d&amp;uuml;ster, was eigentlich recht gut passt, auch zum Albumtitel, denn Wellen der Angst finden sich hier &amp;uuml;berall. &lt;br /&gt;Weniger &amp;auml;ngstlich und depressiv als nachdenklich und hoffnungsvoll h&amp;ouml;rt sich wiederum &lt;em&gt;Krieg der Sterne &lt;/em&gt;an. &lt;em&gt;&quot;Rennt durt oben FM4? Herts ihr uns manchmal zu?&quot;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;fragt sich hier Robert Zikmund, der hier eine wunderbare Nummer geschaffen hat. Das Album nur auf Urgestein Ostermayer zu beschr&amp;auml;nken, w&amp;auml;re auch unfair, zumal Pfister, Fuchs und Zikmund das Gros der Lieder &amp;uuml;bersetzt haben und Ostermayer sich auch beim Texten der Eigenkompositionen sehr zur&amp;uuml;ckgehalten hat. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;A Butterbrot vom Tod &lt;/em&gt;will David Pfister, der sich durch die H&amp;ouml;lle wurschtelt und dem &lt;em&gt;Knochenmarsch&lt;/em&gt; neben dem apokalyptischen Titel auch einen ebensolchen Touch verpasst, womit Titel Nummer 8 nicht der einzige ist, der die Welt untergehen sieht, denn der Tod ist ein recht wichtiges Thema auf &lt;em&gt;Wellen der Angst&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Ein weiterer solcher Track ist zum Beispiel der darauf folgende, &lt;em&gt;Schaun in die Sunn&lt;/em&gt;, original von &lt;strong&gt;TV On The Radio&lt;/strong&gt; (&lt;em&gt;Staring At The Sun&lt;/em&gt;) und mein pers&amp;ouml;nlicher Lieblingstrack auf dem Album, der mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen will, weil er so wundersch&amp;ouml;n melancholisch ist. &lt;br /&gt;Nicht apokalyptisch, sondern etwas makaber gestaltet sich &lt;em&gt;Das Nesterl&lt;/em&gt;, der Refrain geht auf das Konto der Linzerin Erynnia.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wellen der Angst&lt;/em&gt;, urspr&amp;uuml;nglich &lt;em&gt;Waves of Fear &lt;/em&gt;von Gro&amp;szlig;meister &lt;strong&gt;Lou Reed&lt;/strong&gt; (Taxidriver-Soundtrack), erinnert wieder an die Grundstimmung an der Bar unz&amp;auml;hliger Wiener Beisl. So fassen die F&amp;uuml;nf noch alles zusammen, was zur Angst gesagt werden muss, untermalt mit faszinierend-grauslichen St&amp;ouml;rger&amp;auml;uschen und Insektengeflatter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es bleibt nicht viel zu sagen, nur so viel: &lt;em&gt;Wellen der Angst &lt;/em&gt;ist ein gro&amp;szlig;artiges Album, der alles, was man unter neu-&amp;ouml;sterreichisch verstehen k&amp;ouml;nnte, weil es von &amp;Ouml;3 als ebendas verkauft wird, in einen Schatten ordentlichen Ausma&amp;szlig;es stellt, und eine sch&amp;ouml;ne Mischung von dem bietet, was man sich als neuer und alter Austropop vorstellen k&amp;ouml;nnte. Hoffentlich auch weiterhin.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 16:30:10 +0100</pubDate>
			
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