Boys Noize - Power

„come with me - do you remember?“

Nach einer erfolgreichen Kollaboration mit dem englischen DJ Erol Alkan, sowie einer vorab EP, erschien nun dieser Tage das zweite Album von Boys Noize, mit dem Namen Power.

Der Anfangstrack Gax (mich persönlich erinnert der Track an das Eröffnungsthema der Serien „Es war einmal…“ von Udo Jürgens, klingt vielleicht krass, doch einige Gemeinsamkeiten sind auf jeden Fall vorhanden) versprüht zwar noch nicht viel Power (wie es der Albumtitel andeutet), doch wenigstens die Füße fangen sich schon einmal an zu bewegen. Dass das nur Schonfrist ist, sollte jedem klar sein, der Alex Ridha´s Debüt, OiOiOi, kennt.

Und auch schon der zweite Track ist voll dabei, dort wo OiOiOi aufgehört hatte. Kontact Me bietet verzerrte Voicecoderstimmen, gepaart mit knarzenden Synthesizern und einen hämmernden Beat. Nach dem Anfangsgeplänkel weiß man nun eindeutig, dass man eine Boys Noize Platte hört. Und sogleich ist man auch schon bei Track Nummer 3, Starter. Vorab des Albums als EP erschienen, weiß der aufmerksame Hörer was ihn erwartet. Feinste Synthesizerklänge auf die 12, die erst live ihre ganze Pracht entfalten. Darauf folgt Jeffer (meiner Meinung nach das Highlight der ganzen Platte), ebenfalls auf der vorab erschienen EP zu finden. Dass dieses Lied wie viele andere auf dieser Scheibe einfach nur zum Tanzen animiert, ist wohl klar, als bester Beweis dient das hinzugefügte Video.

Mit Transmission kommt dann wieder ein sich aufbäumender Track zum Vorschein. Eine düstere Klanglandschaft bietet den vielen verschiedenen Elementen Platz um sich zu entfalten. Das sich dahinziehende Klangbild erinnert ein wenig an Depeche Mode, und auch der zum Einsatz kommende Synthysample unterstützt dies. Bei Nerve werden dann die Klänge doch wieder knarzender und lassen in etwa die Richtung des Stücks erkennen. Zwar richtig „drauf gehaut“ wird in der Nummer nie, doch voran geht einiges, ein überaus ehrenwerter Lückenfüller. Dafür startet dann Trooper wieder voll durch. Wie ein Sturmtrupp bei einer Invasion stürmt er in des Hörers Ohr, mit viel Perkussion und wenig Kompromissen. Treibender Beat und fieser Synthys sind auch die Bestandteile des nächstens Tracks, Drummer.

Mit Sweet Light geht die Platte ins letzte Drittel, sehr eindrucksvoll wie ich finde, bis hinaus ins Weltall scheint dieser Track zu wollen. Er schafft es, fast. Rozz Box ist dann ein eher verwirrteres Stück auf dem Album, würde vom Stil her eher aufs erste, als auf dieses Album passen. Mit Nott bietet dann Power noch nochmals richtig power. Dicker Bass und verzerrter Sound – Boys Noize at its best! In den wohlverdienten Frieden entlässt uns dann ein Stück namens Heart Attack. Nämlich genauso unschuldig wie wir mit Gax in die Welt des Alex Ridha eingetreten waren.

Alles in allem ein wirklich gelungenes zweites Album. Streckenweise auch runder, als das Debüt.

 






Userbewertung: 7,00 Punkte (4 Stimmen)
Autorenbewertung: 9 Punkte
Alle Kritiken zu Boys Noize :

Power (2009)
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Autoren-Bewertung: 9 Punkte
User-Bewertung: 7,00 Punkte
Datum: 10. Oktober 2009

Kommentare

  • :D

    naja ich bin jedenfalls schon am trainieren ^^ xD

    von Alex, am 10. Oktober 2009 (vor 11 Monaten)

  • naja, gelenke kann er keine haben^^
    von dem her stell ichs mir scho zach vor xD

    von Kevin, am 10. Oktober 2009 (vor 11 Monaten)

  • Ich möcht so tanzen können wie der typ im video :D

    von Alex, am 10. Oktober 2009 (vor 11 Monaten)