Ja, Panik - Ja, Panik

„Das sind keine Freunde, das sind Junkies - das ist keine Lösung, das ist Wahnsinn.“

2006 veröffentlicht die burgenländische Band Ja, Panik ihr erstes, selbstbetiteltes Album.

"Farewell und mach's gut" lauten die ersten Worte des Albums, und Ja, Panik hat es durchaus gut gemacht. Neben dem recht stimmungsvollen Intro, das in den österreichischen Indie-Charts bis Platz 17 kam, hat die Platte allerdings auch noch vieles mehr zu bieten: If We Can ist zwar keine Hommage an US-amerikanische Wahlkampfslogans, zeigt aber recht schön, wie man deutsche und englische Texte mischen kann, ohne lächerlich zu klingen. Danach werden die Texte zunehmend mysteriöser und unverständlicher, eventuell fehlt den Liedern auch einfach komplett der Inhalt: Aus Wasser und Meine kleine Mördergrube lässt sich jedenfalls bei besten Willen nicht viel Sinn heraushören, die Musik weiß allerdings durchaus zu gefallen.

Danach kommt auch schon das Highlight des Albums, Ob ich das Verdiene?. Der Track war die erste Singleauskopplung des Albums und erreichte den respektablen elften Platz der Indie-Charts. Es geht um eine Liebesgeschichte, bei dem der Sänger nach und nach bemerkt, dass er durch die Beziehung nur gequält wird.

Ebenfalls recht erfolgreich war Like A Hurricane, das wie schon If We Can englische und deutsche Texte mischt. Das recht traurige Lied handelt von einem Liebespaar, im Video sieht man einen jungen Burschen mit einem älteren Mann beim Vorspiel.
Danach kommt mit Nichts Ist So Sexy (... wie ein Abend mit Tony Marroni) noch ein recht interessantes Lied, das von einem italienischen Fernseh-Cop der frühen 80er-Jahre handelt. Danach werden die Tracks allerdings recht mies: Transatlantic Love Affair klingt als ob der Sänger kurz vor dem Selbstmord stehen würden - und vor Suiziden ist man offensichtlich nicht zu musikalischen Höchstleistungen fähig. Und auch Totengräber Gegen Geisterjäger kann außer einem durchaus kreativen Titel nicht viel bieten.

Fazit: Das Album ist vermutlich eines der besten Debutalben der österreichischen Musikgeschichte in den letzten Jahren. Hätte man allerdings auf die letzten drei Tracks verzichtet, wäre auch niemand beleidigt gewesen.






Userbewertung: 7,35 Punkte (17 Stimmen)
Autorenbewertung: 8 Punkte
Alle Kritiken zu Ja, Panik :

Ja, Panik (2006)
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Autoren-Bewertung: 8 Punkte
User-Bewertung: 7,35 Punkte
Datum: 26. August 2009

The Taste and the Money (2007)
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Autoren-Bewertung: 8 Punkte
User-Bewertung: 7,85 Punkte
Datum: 27. August 2009

The Angst and the Money (2009)
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Autoren-Bewertung: 9 Punkte
User-Bewertung: 8,15 Punkte
Datum: 2. Oktober 2009

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