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		<title>trickster.at - Neueste Kritiken</title>
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		<description>Zeigt eine Liste der letzten 10 Kritiken.</description>

		
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			<title>Down in Albern</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;&quot;Es ist dies mein zweites Album. Es ist das erste welches ich unten in Albern aufgenommen habe. Deshalb nenne ich es &quot;Down in Albern&quot;.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;So gelesen im Booklet der ersten CD aus dem kleinen Package, das mir &lt;strong&gt;Problemb&amp;auml;r Records&lt;/strong&gt;, ein kleines Label aus Wien, zukommen hat lassen. Was ich &amp;uuml;brigens sehr nett gefunden habe.&lt;br /&gt;Weiters: &lt;strong&gt;Sir Tralala&lt;/strong&gt; geigt hier auf, pauTi van pauTipauT basst und klarinettet - der Verdacht liegt nah, dass man es hier mit dem heurigen FM4-Protestsongcontestgewinner &lt;strong&gt;pauT&lt;/strong&gt; (&lt;em&gt;Sepp haT gesagT, wir m&amp;uuml;ssen alles anz&amp;uuml;nden&lt;/em&gt;) zu tun hat. Soweit so gut! &lt;br /&gt;Ich recherchiere also weiter. Durchforstet man die Problemb&amp;auml;r-Homepage, sieht man, dass das Label offensichtlich sehr viel auf seinen Nino gibt - richtig tr&amp;auml;umerische S&amp;auml;tze liest man da! Man liest auch: &lt;em&gt;&quot;Aufgenommen wurde im Schnellverfahren; windschiefe Momente absichtlich nicht nachtr&amp;auml;glich begradigt; der Moment z&amp;auml;hlt!&quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das merkt man. Und das tr&amp;auml;gt auch viel zum Album bei - es ist praktisch ein Rohbau, dem man gar keinen Puder mehr ins Gesicht stauben mag. Aber recht viele Facetten hat er trotzdem, der Rohbau, auch ohne Hochglanzpolitur - Sir Tralalas Geige vers&amp;uuml;&amp;szlig;t einem &lt;em&gt;Down in Albern &lt;/em&gt;ganz und gar, auch auf &lt;em&gt;Die Lieder&lt;/em&gt; trifft das zu. Dann h&amp;ouml;rt man Orgeln, Klarinetten, Saxophone, Trompeten und sogar eine Ukulele - gro&amp;szlig;teils h&amp;ouml;rt man aber Nino mit seiner verk&amp;uuml;hlten Gitarre. Und auch textlich bzw. stimmungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig gibts da sehr viel. Ein gro&amp;szlig;artiger Start ist &lt;em&gt;Zimmer zu vermieten&lt;/em&gt; zwar nicht, aber &lt;em&gt;Weit weit weg &lt;/em&gt;klingt dann doch so sch&amp;ouml;n vertr&amp;auml;umt, dass man alles vorher vergisst, und aus irgendeinem Grund erinnert es mich an &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/wellen-der-angst/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Taximusik&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;. &lt;em&gt;Ich wei&amp;szlig; nicht, sag du &lt;/em&gt;setzt die Tr&amp;auml;umereien fort, auch wenn Ninos Aussprache irgendwie etwas ins Franz&amp;ouml;sische abzuschweifen scheint. &lt;br /&gt;Aber genug davon. Schlie&amp;szlig;lich freut sich der Nino gerade irrsinnig &amp;uuml;ber freie Tage im Sommer und tut das in&lt;em&gt;&amp;nbsp; Holidays &lt;/em&gt;der Welt kund. Kennt man vielleicht aus aufmerksamer FM4-H&amp;ouml;rer, war ja immerhin Ninos erste Singleauskopplung von &lt;em&gt;Down in Albern&lt;/em&gt;. So ganz nebenbei, &amp;auml;hneln tut der Name ja &lt;em&gt;Down in Albion &lt;/em&gt;von den &lt;strong&gt;Babyshambles&lt;/strong&gt;, ein bissl sonstige &amp;Auml;hnlichkeit kann man vielleicht auch raush&amp;ouml;ren, wenn man fest daran glaubt. Gefallen tut mir Ninos musikalischer Gedankensprudel aber mehr. Schlie&amp;szlig;lich mag ich nachdenkliche Lieder fast mehr als alle anderen, und hui, da kommt ja schon wieder eins (&lt;em&gt;Mein erstes Gedicht&lt;/em&gt;). Der Sinn von &lt;em&gt;Wir ziehen in den Krieg &lt;/em&gt;erschlie&amp;szlig;t sich mir nicht so wirklich, daher machen wir gleich eine Zeitreise zu &lt;em&gt;Down in Albern, &lt;/em&gt;wo sich Sir Tralala &quot;aufspielt&quot;. Gef&amp;auml;llt mir fast am besten vom ganzen Album.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich mag ich ja keine Lied-f&amp;uuml;r-Lied heruntergebeteten Kritiken. Trotzdem schreib ich sie immer wieder. Manchmal kann ich einfach nicht anders - manchmal mag ich kein Lied auslassen, weil ich sie alle irgendwie erw&amp;auml;hnen mochte. Hier ist das der Fall. Aber trotzdem zwing ich mich jetzt dazu, etwas zu &amp;uuml;berspringen, und zwar bis zu &lt;em&gt;Du Oasch&lt;/em&gt;. Ja, auch &lt;em&gt;Die Lieder &lt;/em&gt;ist sicher ein solches, womit sich viele, viele Menschen identifizieren k&amp;ouml;nnen, und &lt;em&gt;Walzerlied&lt;/em&gt; gef&amp;auml;llt mir gerade wegen dieses irrsinnig sch&amp;ouml;nen Wiener Charmes so, den ich ja grunds&amp;auml;tzlich verg&amp;ouml;ttere. Zumindest das geh&amp;ouml;rt erw&amp;auml;hnt.&lt;br /&gt;Jedenfalls ist&amp;nbsp; &lt;em&gt;Du Oasch&lt;/em&gt; Ninos zweite Single, und die kenn ich ja tats&amp;auml;chlich schon! Es war ein Abend mit grindigstem Wetter, im Auto l&amp;auml;uft FM4, und irgendwie f&amp;uuml;hle ich mich an die &amp;Ouml;sterreicher der alten Schule erinnert - angsoffen und verraucht und irgendwie f&amp;uuml;r nichts motiviert. Und das hat mir sehr gut gefallen! Weil man so etwas einfach nicht mehr oft h&amp;ouml;rt und es auf eine ganz eigene Weise charmant ist. Sch&amp;ouml;n. Ich mag &lt;em&gt;Du Oasch &lt;/em&gt;und w&amp;uuml;nsche ihm, dass es in die Riege der &amp;ouml;sterreichischen Klassiker eingeht. So wie ich es dem Nino aus Wien w&amp;uuml;nsche, dass ihn jeder kennt und jeder mag. Denn &amp;ouml;sterreichische Musik sollte sowieso wieder einen anderen Stellenwert einnehmen - gro&amp;szlig;teils hat sie es wirklich verdient. &lt;br /&gt;Noch etwas: Dass dieses Album ohne irgendwelches &quot;Glattb&amp;uuml;geln&quot; und gro&amp;szlig;artiges &amp;Uuml;berarbeiten, noch dazu im Schnelldurchlauf aufgenommen worden ist, macht die Musik insofern noch etwas bemerkenswerter, weil es nicht leicht ist, im Stress zu arbeiten und vor allem sehr mutig, ein praktisch &quot;unkorrigiertes&quot; Werk zu ver&amp;ouml;ffentlichen. Vor allem, weil das auch ganz, ganz anders klingen k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 18:34:32 +0100</pubDate>
			
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			<title>Amnesiac</title>
			<link>http://www.trickster.at/amnesiac/</link>
			<description>&lt;p&gt;H&amp;auml;tte es zwischen &lt;strong&gt;OK Computer&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Amnesiac &lt;/strong&gt;kein &lt;strong&gt;Kid A&lt;/strong&gt; gegeben, Radiohead w&amp;auml;ren f&amp;uuml;r das, was sie auf und mit &lt;strong&gt;Amnesiac&lt;/strong&gt; gemacht haben, gelyncht worden. Nach Kid A, &lt;em&gt;&quot;konnten sich Radiohead alles erlauben&quot;, &lt;/em&gt;urteilte &amp;Ouml;sterreichs rund funkendes Feigenblatt FM4 k&amp;uuml;rzlich. Zwar oft als das &quot;alleingelassene Schwesterchen von Kid A&quot;, auch als &quot;Kid B&quot; eher weniger schmeichelhaft tituliert, ist Amnesiac ein relativ eigenst&amp;auml;ndiges Werk. Zweifellos eine Weiterf&amp;uuml;hrung des Weges, den Radiohead mit Kid A eingeschlagen haben, aber noch komplexer und widerspenstiger als selbiges. Dennoch stammen beide Alben aus ein und derselben Session, nur wurden zwei in sich stimmige Ver&amp;ouml;ffentlichungen aus diesen zusammengestellt. &lt;br /&gt;Thom Yorke &amp;uuml;ber die Differenzen dieser Werke:&lt;em&gt; &quot;I think the artwork is the best way of explaining it. The artwork to Kid A was all in the distance. The fires were all going on the other side of the hill. With &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Amnesiac, you're actually in the forest while the fire's happening.&quot;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;Oder, um auf den ersten Satz dieser Rezension zur&amp;uuml;ckzugreifen: h&amp;auml;tten Radiohead das Feuer nicht angek&amp;uuml;ndigt, w&amp;auml;re es ihnen wohl selbst zum Verh&amp;auml;ngnis geworden.&lt;img class=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.trickster.at/assets/Uploads/Amnesiac-Logo-Big.gif&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Aber so werfen die Kassandren aus Oxford knappe neun Monate nach dem ersten Album erw&amp;auml;hnter Session vor die Meute und ernten wie immer &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigende Begeisterung. Was Radiohead anfassen, wird Gold, m&amp;ouml;chte man meinen, aber das widerspr&amp;auml;che deren Stil. Radiohead sind keine M&amp;auml;nner des pomp&amp;ouml;sen, &amp;uuml;berbordenden Glanzes, ihre Schiene ist die des Subtilen, Kryptischen und bisweilen unverbl&amp;uuml;mt Antipathischen.&lt;br /&gt;Er&amp;ouml;ffnet wird Amnesiac von &quot;&lt;em&gt;Packt Like Sardines in a Crushd Tin Box&lt;/em&gt;&quot; und einer Portion Electronic-Spielerein, die sehr an Aphex Twin erinnern. Thom Yorkes Gesang positioniert sich im Hintergrund und ist teilweise eher lautmalerisch zu verstehen, aber phonetische Transparenz war noch nie die Absicht des Oxforders: &quot;&lt;em&gt;I'm a reasonable man, get off my case, get off my case.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;Eine g&amp;auml;nzlich andere Richtung schl&amp;auml;gt da &quot;&lt;em&gt;Pyramid Song&lt;/em&gt;&quot;, der fixe Bestandteil jeder Radiohead-Show, bei dem Johnny Greenwood seine Gitarre im Stile der Isl&amp;auml;nder von Sigur R&amp;oacute;s mit einem Geigenbogen streicht, ein. Ein Piano begleitet Thom Yorke durch seine &amp;auml;therischen Vocals, ein Vers bleibt besonders im Ged&amp;auml;chtnis h&amp;auml;ngen: &quot;&lt;em&gt;There was nothing to fear and nothing to doubt&lt;/em&gt;.&quot; Optimismus? Nein, eher Nihilismus und das ewige Thema Tod. Dantes La Divina Comedia und Hesses Siddharta sollen die Lyrics in besonderem Ausma&amp;szlig;e beeinflusst haben.&lt;br /&gt;In Form, nicht aber in Inhalt isoliert nimmt sich &quot;&lt;em&gt;Pulk/Pull Revolving Doors&lt;/em&gt;&quot; aus, mehr ein elektronisches Experiment, m&amp;ouml;glicherweise aus einer der Sessions Thom Yorke vs. DJ Shadow, als ein Song im herk&amp;ouml;mmlichen Sinn, dessen Grenzen Radiohead aber immer schon auszuloten wussten. T&amp;uuml;ren - Doors - sind als inhaltliches Thema zu erkennen, formal erinnert &quot;&lt;em&gt;Pulk/Pull Revolving Doors&lt;/em&gt;&quot; an Slam Poetry oder an das ironische, sokratische Element in Aphorismen und Kurzgeschichten. Eine Professur der Literaturwissenschaften wird Thom Yorke wohl schon mehrere Male angetragen worden sein...&lt;br /&gt;N&amp;auml;her am klassischen Song-Format ist da schon wieder &quot;&lt;em&gt;You And Whose Army&lt;/em&gt;&quot;, bei dem Yorkes Stimme besonders am Anfang in den Fokus r&amp;uuml;ckt, bis gegen Ende hin dann das restliche Instrumentarium der Band zum Einsatz kommt. Sehr schwer zu deuten sind abermals die Lyrics, die metaphorische und mystische Sprache eines Yorke ist nun einmal ein Teil dessen, was den Kult um Radiohead ausmacht.&lt;br /&gt;Dem elektronisch angehauchten Grund-Konzept steht &quot;&lt;em&gt;I Might Be Wrong&lt;/em&gt;&quot; entgegen welches sich gitarrenlastiger als alles andere auf Amnesiac gestaltet. Offenbar Grund genug, diesen Song auch gleich in den Werbespots f&amp;uuml;r die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City einzusetzen. Aber er war auch der erste Song von Amnesiac, der bereits auf der Kid A-Tour gespielt wurde, zum ersten Mal &amp;uuml;brigens als Setcloser in Mailand.&lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot; wurde f&amp;uuml;r Radiohead zu einem Sisyphos-Werk, geschlagene 373 Tage brauchten sie, um diesen Song aufzunehmen. Sie waren schon knapp davor, ihn wegzuwerfen, was doch sehr schade gewesen w&amp;auml;re. Ed O'Brien spielte &lt;strong&gt;Johnny Marr&lt;/strong&gt;, dem Gitarristen der Smiths, &quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot; vor, ein Song, der von den Smiths inspiriert w&amp;auml;re. Johnny Marr soll sehr ger&amp;uuml;hrt gewesen sein. Thom Yorke &amp;uuml;ber &quot;&lt;em&gt;Knives Out&lt;/em&gt;&quot;: &quot;&lt;em&gt;It's partly the idea of the businessman               walking out on his wife and kids and never coming back. It's also               the thousand yard stare when you look at someone close to you and               you know they're gonna die. It's like a shadow over them, or the               way they look straight through you. The shine goes out of their               eyes&lt;/em&gt;.&quot;&lt;br /&gt;Die Amnesiac-Version von Morning Bell, simpel &quot;&lt;em&gt;Amnesiac/Morning Bell&lt;/em&gt;&quot; genannt, ist etwas harmonischer und sanfter geraten als die gro&amp;szlig;e Schwester von Kid A, beide erg&amp;auml;nzen aber ideal den Gesamteindruck ihres jeweiligen Albums und geh&amp;ouml;ren zu den bekanntesten und meist gespielten Songs der Alben Kid A und Amnesiac.&lt;br /&gt;Zyklisch an- und abschwellende Streicher und Becken begleiten Thom Yorke auf &quot;&lt;em&gt;Dollars&amp;amp;Cents&lt;/em&gt;&quot;, einem Song, von dem oftmals behauptet wurde, dass er vom Kapitalismus und der monet&amp;auml;r definierten Welt handle. Eine Behauptung, die sich leicht aufstellen l&amp;auml;sst, geben Radiohead doch selten den wahren Sinn ihrer Werke Preis.&lt;br /&gt;B&amp;auml;ren jagen tut man nicht. Und wenn sie noch so frech den Imker reizen. Radioheads Einstellung zur B&amp;auml;renjagd d&amp;uuml;rfte &amp;auml;hnlich sein, aus dem Song &quot;&lt;em&gt;Hunting Bears&lt;/em&gt;&quot; geht das aber nicht eindeutig hervor. Es gibt n&amp;auml;mlich keine Vocals. Nur verzerrte Gitarren und etwas Keyboard gibt es im Aufgebot. Ein komplett weirder Song, mit gut zwei Minuten aber zu kurz, um ihm eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Aufgabe im Werk &quot;Amnesiac&quot; zuzuschreiben. Eine kleine Spielerei, das wars.&lt;br /&gt;Dass die Erde mit leichtem Drall durchs Universum gurkt, ist bekannt, ob der Planet Terra allerdings Pate f&amp;uuml;r &quot;&lt;em&gt;Like Spinning Plates&lt;/em&gt;&quot; ist, l&amp;auml;sst sich nicht eruieren. Fakt ist aber, dass der Song auf dem &amp;auml;lteren &quot;&lt;em&gt;I Will&lt;/em&gt;&quot; basiert, allerdings r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts gespielt. Der Gesang ist nat&amp;uuml;rlich chronologisch in richtiger Reihenfolge, weshalb sich auch Textphrasen ausmachen lassen: &quot;&lt;em&gt;When this just feels like spinning plates. I'm living in cloud cuckoo land.&lt;br /&gt; And this just feels like spinning plates. Our bodies floating down the                muddy river.&lt;/em&gt;&quot; &lt;br /&gt;Atmosph&amp;auml;risch beginnt &quot;&lt;em&gt;Life in a Glasshouse&lt;/em&gt;&quot;, der letzte Song des Albums, bevor Thom Yorke, Piano und der Trompeter &lt;strong&gt;Humphrey Lyttelton&lt;/strong&gt; den Song zu einer jazzigen Nummer ausgestalten.&lt;br /&gt;Mit &quot;Amnesiac&quot; haben Radiohead ein weiteres Mal bewiesen, dass Musik kein Nebenbei-Konsum-Objekt ist. Musik im Radiohead'schen Sinne verlangt viel Zeit, sowohl der Produzenten als auch der H&amp;ouml;rerschaft und die Toleranz, sich auf Neues einzulassen, auch wenn man seine vermeintliche Genre-Heimt l&amp;auml;ngst gefunden zu haben glaubt. W&amp;auml;hrend sich im Musikbusiness die K&amp;uuml;nstler etablieren, die alle zwei bis drei Jahre eine bestenfalls leicht adaptierte Neuauflage ihres Durchbruchalbums nachlegen, riskieren Radiohead mit jedem ihrer Alben, mit ihren unorthodoxen Releasepraktiken und ihrer leicht arrogant anmutenden Art den Verlust ihres Status. Mit jedem Album ein neues Experiment, jedesmal ein Neuanfang. Musik, wie es sie nicht oft gibt, aber Musik, die Jahrzehnte &amp;uuml;berdauern wird und mit jedem Mal H&amp;ouml;ren gewinnt.&lt;br /&gt;Leichte Kost ist die Musik von der Oxforder Band nicht. &lt;strong&gt;Nick Hornby&lt;/strong&gt;, der bekannte Schriftsteller, klassifizierte &quot;Amnesiac&quot; als viel zu herausfordernd f&amp;uuml;r arbeitende Eltern, die abends auch noch ihren famili&amp;auml;ren Pflichten nachkommen m&amp;uuml;ssten. Aber Kleingeister und solche, die es noch werden (wollen), sind auch nicht Zielgruppe von Radiohead. &quot;&lt;em&gt;The reason people are so into escaping is there's a fucking lot to escape from&lt;/em&gt;,&quot; behauptet Thom Yorke. &quot;&lt;em&gt;In a way, the last thing anyone needs is someone rubbing salt in the wounds, which is sort of what we're doing&lt;/em&gt;.&quot;&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:46:44 +0100</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/amnesiac/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Liebe.</title>
			<link>http://www.trickster.at/liebe/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Liebe.&lt;/em&gt; Selten gab es einen Albentitel, der passender f&amp;uuml;r das Benannte sprechen k&amp;ouml;nnte. Denn die zwei Wiener von &lt;strong&gt;Tanz Baby!&lt;/strong&gt;, S&amp;auml;nger David, Allesk&amp;ouml;nner und -schreiber Mu haben sich dem allgegenw&amp;auml;rtigsten Thema gewidmet, das man sich &amp;uuml;berhaupt vorstellen kann. Und erinnern dabei stark an die ganz alte deutsche Schule, denn die Band auf der B&amp;uuml;hne in einer verrauchten Bar Anfang des vergangenen Jahrhunderts ist das, was mein geistiges Auge mir beim H&amp;ouml;ren dieses Deb&amp;uuml;ts zeigt. Das Auftreten von S&amp;auml;nger David mit Anzug, Rose im Knopfloch und gut geschmierter Frisur tr&amp;auml;gt dazu ebenso bei wie die schlicht &quot;alt&quot; wirkenden Texte, die man heute von kaum einer anderen heute bestehenden Band zu h&amp;ouml;ren bekommt, ebenso wie das rollende R, das sich sonst auch nur Till Lindemann benutzen traut, wenn auch aus ganz anderen Gr&amp;uuml;nden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andauernd verliebt gibt sich David, mit trauernden Trompeten im Hintergrund, traurig ist er auch, und das ist auch schon die simple Formel von &lt;em&gt;Liebe&lt;/em&gt;., die einerseits gar nicht an oberfl&amp;auml;chliches verliebtes Gepl&amp;auml;nkel erinnert, andererseits aber eben von einer Naivit&amp;auml;t zeugt, wie sie nur die Gef&amp;uuml;hle erzeugen, von der er, zugegebenerma&amp;szlig;en ziemlich monoton, singt. Das wird nach sp&amp;auml;testens zwei Durchl&amp;auml;ufen anstrengend, wenn man ein anderes Tempo gewohnt ist - aber der Refrain von &lt;em&gt;Alleinesein&lt;/em&gt; verzaubert mich trotzdem, weil er ganz einfach wundersch&amp;ouml;n ist. Auch &lt;em&gt;Nur Du&lt;/em&gt;, lange Wochen FM4s favourite Lovesong, hat jeder gern im Ohr. Aber wenn man ganz ehrlich ist: irgendwann m&amp;ouml;chte man doch die Band wechseln, Liebeslieder gibts ja wirklich zum Wegwerfen viele. Die ganzen Facetten auf einer CD versammelt zu haben, ist interessant und fallweise praktisch, aber es hat schon seine Gr&amp;uuml;nde, warum ich diese alte, kitschige Bar-Szene im Kopf habe - denn dort passt diese Musik wirklich gut hin, eben als Hintergrundmusik. Ein vollwertiges Konzert zu besuchen, kann ich mir ebenso schwer vorstellen. Als jemand, der die Liebe schon sein &quot;Eigen&quot; nennt, sofern das m&amp;ouml;glich ist, kommt stimmungsm&amp;auml;&amp;szlig;ig wohl nur Einsamkeit auf, und ob man sich als Single l&amp;auml;nger als eine Stunde so berieseln lassen m&amp;ouml;chte, ist auch fraglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du&lt;/em&gt;: die unerwiderten Gef&amp;uuml;hle sind schon eine Qual. S&amp;uuml;&amp;szlig;, bitters&amp;uuml;&amp;szlig;, tiefd&amp;uuml;ster. Alles das durchlebt man hier in guten 37 Minuten und f&amp;uuml;hlt sich sicherlich auch an alte (oder, Gott bewahre, aktuelle) Zeiten erinnert. Leiden kann man so sicher wunderbar, und beinahe jeder kann sich mit Davids kleinem, reinen Herzen identifizieren - aber ob man das gerade wirklich m&amp;ouml;chte, ist auch eine andere Frage.&lt;br /&gt;&quot;Wir haben noch gar nicht richtig angefangen&quot;, sagt Mu auf die Frage, ob das Thema nicht langsam ausgesch&amp;ouml;pft ist - das l&amp;auml;sst auf weitere Minuten voll Tr&amp;auml;umereien warten. Man darf gespannt sein, worauf man wartet: eine Fortsetzung im selben Stil, oder ob Tanz Baby! wirklich das Kunstst&amp;uuml;ck schaffen, sich neu zu erfinden.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 00:39:42 +0100</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/liebe/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Blackbox</title>
			<link>http://www.trickster.at/blackbox/</link>
			<description>&lt;table border=&quot;0&quot; width=&quot;300&quot; style=&quot;padding-bottom: 0px; margin-bottom: 0px;&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h5&gt;&lt;br /&gt;The Who?&lt;/h5&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h3&gt;The What?&lt;/h3&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;
&lt;h2&gt;The Yeah!&lt;/h2&gt;
&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;Das sind f&amp;uuml;nf junge &amp;Ouml;sterreicher, die sich 2006 gefunden haben, und im November 2009 ihr erstes Album, &lt;strong&gt;Blackbox&lt;/strong&gt;, ver&amp;ouml;ffentlicht haben. Schon das erste Lied, &lt;em&gt;Auf der Strecke&lt;/em&gt;, animiert nach wenigen Sekunden zum Mitpfeifen, Mitsingen oder von mir aus auch durchaus zum Mitgr&amp;ouml;hlen. &quot;&lt;em&gt;Vielen Dank f&amp;uuml;r's Gespr&amp;auml;ch, ich h&amp;auml;tt' besser nicht drumherum reden k&amp;ouml;nnen&lt;/em&gt;&quot; - so sozialkritische Texte sind eine willkommene Abwechslung zu den &amp;uuml;blichen &quot;Ich lieb dich, du liebst mich nicht, ergo ist das Leben ziemlich schei&amp;szlig;e.&quot;-Texten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unser Herr B&amp;uuml;rgermeister&lt;/em&gt;, das n&amp;auml;chste Lied, erinnert sowohl musikalisch wie auch textlich ein wenig an die neueren &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/ja-panik/&quot;&gt;Ja, Panik&lt;/a&gt;-Lieder - englische und deutsche Textteile gemischt, dazu schwer-verst&amp;auml;ndliche Zusammenh&amp;auml;nge, und nat&amp;uuml;rlich eine beeindruckende Melodie. Kein Wunder, dass das Lied des &amp;ouml;fteren auf FM4 zu h&amp;ouml;ren ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert sind auch die n&amp;auml;chsten Werke: &lt;em&gt;Die Angst&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Ein langsamer Tod&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Was uns aufh&amp;auml;lt&lt;/em&gt; k&amp;ouml;nnten allesamt ebenfalls durchaus als Single durchgehen - da passt einfach alles. Gerade &lt;em&gt;Was uns aufh&amp;auml;lt&lt;/em&gt; zeigt wieder sozialkritischere Aspekte: &lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Das ganze Leben, eine einzige L&amp;uuml;ge - MTV, bunte Bettbez&amp;uuml;ge - kommerziell eine Katastrophe, pers&amp;ouml;nlich ein Erfolg.&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem ruhigen &lt;em&gt;Raus von hier&lt;/em&gt; (&quot;&lt;em&gt;Rock 'n' Roll wird niemals sterben!&lt;/em&gt;&quot;) beginnen die etwas langsameren Lieder des Albums:&lt;br /&gt;Bei &lt;em&gt;Ein Ende zu setzen&lt;/em&gt; schwankt man schon, ins Depressive zu verfallen: &quot;&lt;em&gt;So kann nur sterben, so kann man nicht leben!&lt;/em&gt;&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant der Ansatz von &lt;em&gt;Am Anfang war das Wort &lt;/em&gt;- ein Haufen Schlagw&amp;ouml;rter erz&amp;auml;hlen eine Geschichte: &quot;&lt;em&gt;Glauben, hoffen, Stillstand, Leere, Mauer, Wut und Trauer, Versuchung, versuchen, verfluchen! Ein ganzes W&amp;ouml;rterbuch gegen unser Nein.&lt;/em&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: &lt;strong&gt;Blackbox&lt;/strong&gt; ist aus meiner Sicht, neben den neuen Alben von &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/meine-schuld-meine-schuld-meine-gro-e-schuld/&quot;&gt;Kreisky&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/the-angst-and-the-money/&quot;&gt;Ja, Panik&lt;/a&gt;, die beste Neuerscheinung 2009 in der &amp;ouml;sterreichischen Indierock-Szene. Eine willkommene Abwechslung zu &amp;uuml;blichen, gro&amp;szlig;teils belanglosen Texten, einfach gut durchdacht und gut konzipiert. Das verdient 10 von 10 Punkten.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 14:49:42 +0100</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/blackbox/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Black Air</title>
			<link>http://www.trickster.at/black-air/</link>
			<description>&lt;p&gt;Schreie, Pfiffe, Jubel - das ist das erste, was man auf Black Air, dem zweiten Album der Wiener Band A Life, A Song, A Cigarette h&amp;ouml;rt. Ob sich hier die Band selber feiert, oder ob es eine Live-Aufnahme ist, bleibt weitgehend unklar, das Lied macht jedenfalls durchaus Lust auf das darauffolgende Album. So merkt man schon bei den ersten Lieder, dass sie einfach besser zusammenpassen als am &lt;a href=&quot;http://www.trickster.at/fresh-kills-landfill/&quot;&gt;ersten Album&lt;/a&gt; - durchdacht, interessant und einfach sch&amp;ouml;n zum Anh&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der leicht depressive Unterton, der am ersten Album noch vorherrschte, ist nun etwas in der Versenkung verschwunden, etwas, das man vor allem bei &lt;em&gt;Marie&lt;/em&gt; (siehe Video) h&amp;ouml;rt. Das n&amp;auml;chste Lied, &lt;em&gt;Black Air&lt;/em&gt;, war namensgebend f&amp;uuml;r das Album - die Zeilen &quot;&lt;em&gt;I want to be free... I want to be Black Air&lt;/em&gt;&quot; geben einen ganz guten Eindruck davon, wie sch&amp;ouml;n ruhige, besinnliche Musik sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lied &lt;em&gt;Simmering&lt;/em&gt; handelt &amp;uuml;berraschenderweise von keinem Wiener Gemeindebezirk - immerhin beginnt das Lied mit &quot;&lt;em&gt;She's a freak, she's a beauty&lt;/em&gt;&quot; - viel mehr ist &quot;Simmering&quot; Englisch und bedeutet &quot;fiebernd, kochend&quot; - wieder was gelernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fazit: Einfach ein Album, das man von oben nach unten durchh&amp;ouml;ren sollte - ob es gef&amp;auml;llt oder nicht, ist wohl Ansichtssache, jedenfalls ist es ein gro&amp;szlig;er musikalischer Schritt nach vorne.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:43:07 +0200</pubDate>
			
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			<title>Wellen Der Angst</title>
			<link>http://www.trickster.at/wellen-der-angst/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nix schmeckt so grauslich wie a lauwarmes Bier, au&amp;szlig;er wir trinkens gemeinsam. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;So beginnt &lt;em&gt;Wellen der Angst,&lt;/em&gt; Album Nummer zwei der f&amp;uuml;nf FM4-Moderatoren Ostermayer, Zikmund, Pfster, Fuchs und Hebenstreit. Und &lt;em&gt;Taximusik &lt;/em&gt;ist auch wirklich ein sehr sch&amp;ouml;ner Start f&amp;uuml;r den rum-, bier- und weingetr&amp;auml;nkten Nachfolger von &lt;em&gt;Goodnight Vienna&lt;/em&gt;, auf dem sich wieder f&amp;uuml;nf Coverversionen englischsprachiger Lieder finden, auch wenn der Starttitel keine davon ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daf&amp;uuml;r aber &lt;em&gt;Hooligan der Herzen&lt;/em&gt;, original von &lt;strong&gt;Naked Lunch&lt;/strong&gt;, deren S&amp;auml;nger Oliver Welter auch als zweite Stimme vertreten ist, und auch &lt;em&gt;Scheene Leich&lt;/em&gt;, das ins Wienerische &amp;uuml;bersetzte &lt;em&gt;Time To Pretend &lt;/em&gt;von &lt;strong&gt;MGMT&lt;/strong&gt;. &amp;Uuml;bersetzungstechnisch gibts auch hier, wie &amp;uuml;berhaupt nirgends, kaum etwas zu bem&amp;auml;ngeln, schade sind nur die Geigen, die sich teilweise nichts trauen, teilweise schlecht abgemischt sind, teilweise beides, was schade ist, weil es dem Lied sehr viel an Power wegnimmt, die es eigentlich recht ordentlich verk&amp;ouml;rpern sollte. &lt;strong&gt;John Cales &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Dying On The Wine &lt;/em&gt;wiederum ist von Ostermayer sehr sch&amp;ouml;n umgesetzt und wirkt, wie recht viele Lieder der Platte, sehr d&amp;uuml;ster, was eigentlich recht gut passt, auch zum Albumtitel, denn Wellen der Angst finden sich hier &amp;uuml;berall. &lt;br /&gt;Weniger &amp;auml;ngstlich und depressiv als nachdenklich und hoffnungsvoll h&amp;ouml;rt sich wiederum &lt;em&gt;Krieg der Sterne &lt;/em&gt;an. &lt;em&gt;&quot;Rennt durt oben FM4? Herts ihr uns manchmal zu?&quot;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;fragt sich hier Robert Zikmund, der hier eine wunderbare Nummer geschaffen hat. Das Album nur auf Urgestein Ostermayer zu beschr&amp;auml;nken, w&amp;auml;re auch unfair, zumal Pfister, Fuchs und Zikmund das Gros der Lieder &amp;uuml;bersetzt haben und Ostermayer sich auch beim Texten der Eigenkompositionen sehr zur&amp;uuml;ckgehalten hat. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;A Butterbrot vom Tod &lt;/em&gt;will David Pfister, der sich durch die H&amp;ouml;lle wurschtelt und dem &lt;em&gt;Knochenmarsch&lt;/em&gt; neben dem apokalyptischen Titel auch einen ebensolchen Touch verpasst, womit Titel Nummer 8 nicht der einzige ist, der die Welt untergehen sieht, denn der Tod ist ein recht wichtiges Thema auf &lt;em&gt;Wellen der Angst&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Ein weiterer solcher Track ist zum Beispiel der darauf folgende, &lt;em&gt;Schaun in die Sunn&lt;/em&gt;, original von &lt;strong&gt;TV On The Radio&lt;/strong&gt; (&lt;em&gt;Staring At The Sun&lt;/em&gt;) und mein pers&amp;ouml;nlicher Lieblingstrack auf dem Album, der mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen will, weil er so wundersch&amp;ouml;n melancholisch ist. &lt;br /&gt;Nicht apokalyptisch, sondern etwas makaber gestaltet sich &lt;em&gt;Das Nesterl&lt;/em&gt;, der Refrain geht auf das Konto der Linzerin Erynnia.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wellen der Angst&lt;/em&gt;, urspr&amp;uuml;nglich &lt;em&gt;Waves of Fear &lt;/em&gt;von Gro&amp;szlig;meister &lt;strong&gt;Lou Reed&lt;/strong&gt; (Taxidriver-Soundtrack), erinnert wieder an die Grundstimmung an der Bar unz&amp;auml;hliger Wiener Beisl. So fassen die F&amp;uuml;nf noch alles zusammen, was zur Angst gesagt werden muss, untermalt mit faszinierend-grauslichen St&amp;ouml;rger&amp;auml;uschen und Insektengeflatter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es bleibt nicht viel zu sagen, nur so viel: &lt;em&gt;Wellen der Angst &lt;/em&gt;ist ein gro&amp;szlig;artiges Album, der alles, was man unter neu-&amp;ouml;sterreichisch verstehen k&amp;ouml;nnte, weil es von &amp;Ouml;3 als ebendas verkauft wird, in einen Schatten ordentlichen Ausma&amp;szlig;es stellt, und eine sch&amp;ouml;ne Mischung von dem bietet, was man sich als neuer und alter Austropop vorstellen k&amp;ouml;nnte. Hoffentlich auch weiterhin.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 16:30:10 +0100</pubDate>
			
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			<title>Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon</title>
			<link>http://www.trickster.at/rest-now-weary-head-you-will-get-well-soon/</link>
			<description>&lt;p class=&quot;doc&quot;&gt;Allzu oft kommt es nicht vor, dass eine Band schon vor dem Erscheinen eines regul&amp;auml;ren Deb&amp;uuml;t-Albums auf Auftritte am legend&amp;auml;ren englischen Glastonbury verweisen kann. Ohne die treffsicheren englischen Talentscouts w&amp;auml;ren Get Well Soon m&amp;ouml;glicherweise auch in ihrer geographischen Heimat Deutschland nicht entdeckt worden. Aber Heimat ist ja bekanntlich ein relativer Begriff und besonders auf Konstantin Gropper, den Mann hinter Get Well Soon, lassen sich g&amp;auml;ngige Klischees, die auf der Herkunft gr&amp;uuml;nden, nicht anwenden. Konstantin Gropper ist n&amp;auml;mlich ein Kosmopolit, einer der &amp;uuml;berall und doch wieder nirgends zuhause ist. Aus Oberschwaben floh er Anfang 20 nach Berlin, wo er mit den ersten professionellen Aufnahmen begann, Dublin, Frankreich und England sollten folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass die &amp;Ouml;ffentlichkeit schon vor dem Album-Release auf Groppers Arbeiten aufmerksam wurde hat, neben erw&amp;auml;hntem Glastonbury-Auftritt auch einen anderen Grund. Dieser liegt in der unglaublichen Perfektion, die er seinen St&amp;uuml;cken angedeihen l&amp;auml;sst. Jahre bevor dem endg&amp;uuml;ltigen Release schon existierten Tracks wie &lt;em&gt;You/Aurora/You/Seaside&lt;/em&gt;, doch erst Anfang 2008 erschien Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon dann auf dem etablierten Indie-Label City Slang.&lt;img class=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.trickster.at/assets/Uploads/_resampled/ResizedImage177236-gws.jpg&quot; title=&quot;&amp;copy; Christoph/konzerttagebuch.de&quot; width=&quot;177&quot; height=&quot;236&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die berufliche Ausbildung von Groppers Vater - Musiklehrer -&amp;nbsp; und dass er somit vorwiegend mit klassischer Musik sozialisiert wurde, ist un&amp;uuml;berh&amp;ouml;rbar. Zu perfekt sind die Arrangements, die mit einer Klangfarbe und einer Wucht daherkommen, dass es gew&amp;ouml;hnlichen 0815-ein wenig Gitarre-ein wenig Gehopse-Bands die Schuhe ausziehen m&amp;uuml;sste, aber sich dennoch nicht in oberfl&amp;auml;chlichem Breitwand-Sound verlieren und mit epochaler, aber eindimensionaler Musik wie der eines Richard Wagner, nichts zu tun haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Er&amp;ouml;ffnungstrack - schlicht &lt;em&gt;Prelude&lt;/em&gt; genannt- arbeitet mit getragenem, fast verschlepptem Glockenspiel, phasenweiser kompletter Stille und einem pl&amp;ouml;tzlichen Crescendo. Der dazu geh&amp;ouml;rige Text r&amp;uuml;ckt hierbei in den Hintergrund: exakt zehn mal w&amp;uuml;nscht Gropper gute Besserung auf angels&amp;auml;chsich: &quot;Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon!&quot; Im Hintergrund kann man dem Echo dieser Genesungsw&amp;uuml;nsche lauschen, alles zusammen vermengt sich zu einem sehr h&amp;uuml;bschen Klangteppich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;You/Aurora/You/Seaside&lt;/em&gt; geht dann wieder mehr in Richtung des &amp;uuml;blicheren Song-Formats. Allerdings nur hinsichtlich der groben Struktur. Denn der Teufel, in diesem Fall besser antonym gesagt &quot;der heilige Konstantin&quot;, liegt im Detail. Trompeten und das ferne Rauschen eines Meeres mit kreischenden M&amp;ouml;wen bilden hier die Klammer f&amp;uuml;r die tiefgr&amp;uuml;ndigen Lyrics.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch hinter den vielleicht etwas flach anmutenden Lyrics von &lt;em&gt;Christmas in Adventure Parks&lt;/em&gt; tun sich subtile Welten auf. Wieder ist der Song auch ungemein sch&amp;ouml;n instrumentiert. Akustikgitarre und Gl&amp;ouml;ckchen bauen das zum Titel passende Klangger&amp;uuml;st. Vokal dr&amp;auml;ngen sich Vergleiche mit Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en wie Thom Yorke und Nick Cave auf, nicht unbedingt die schlechtesten Referenzen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;People Magazine Front Cover&lt;/em&gt; ist eine beinharte Abrechnung mit dem Human Interest-Journalismus, wie ihn seit 35 Jahren h&amp;ouml;chst erfolgreich das US-Magazin &quot;People&quot; betreibt, und mit zu einfachen Antworten auf komplexe Fragen: &quot;&lt;em&gt;People will pay for the answers, that we deliver. Why their neighbour's lawn's greener and the world's in a mess.&lt;/em&gt;&quot; Aber dem nicht genug, legt Gropper einem fiktiven Erz&amp;auml;hler noch B&amp;ouml;seres in den Mund: &quot;&lt;em&gt;And people won't know, that we've tricked them all. And that we still hide the truth. Under our bed. In our castle.&quot;&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Konstantin Gropper passt nicht so recht in das popul&amp;auml;re Berlin des 21. Jahrhunderts. Er geh&amp;ouml;rt nicht den Massen an, die sich die N&amp;auml;chte in Electroclubs um die Ohren schlagen und Berlin zur heimlichen Welthauptstadt von Party, Hedonismus und Dekadenz erheben. (Die offizielle liegt immer noch auf den Balearen.)&lt;br /&gt;Der Kosmopolit hat vielmehr ein Auge f&amp;uuml;r das Wesentliche, aber auch f&amp;uuml;r das Detail, ein Ohr f&amp;uuml;r kr&amp;auml;ftige Melodien, als aber auch f&amp;uuml;r endlose, sph&amp;auml;rische Sounddschungel und vor allem: Herzblut. Was Gropper macht, hat Hand und Fu&amp;szlig;. Der deutsche Flei&amp;szlig; und die allemannische Verl&amp;auml;sslichkeit sind beide sprichw&amp;ouml;rtlich, aber als Klischees &amp;uuml;berholt. Ebenso veraltet ist das Vorurteil, Deutsche seien unkreativ und nicht in der Lage, an H&amp;ouml;heres als Allt&amp;auml;gliches zu denken. Diese Schablonen wurzeln vor allem in der Nachkriegszeit, die Gr&amp;uuml;nde daf&amp;uuml;r kann man sich mit ein wenig historischen und psychologischem Allgemeinwissen selbst zusammenreimen. Seit Jahrzehnten gelten diese Denkmuster nichts mehr. Dennoch stecken diese offenbar noch in vielen K&amp;ouml;pfen unserer gro&amp;szlig;en Nachbarn, wenn man sich auf der Suche nach individuellen Kommentaren zu Get Well Soon's Deb&amp;uuml;t w&amp;uuml;hlt: &quot;&lt;em&gt;Lange nicht mehr solch ein Album von einem Deutschen geh&amp;ouml;rt!&lt;/em&gt;&quot;, &quot;&lt;em&gt;Wow! Diese Platte ist v&amp;ouml;llig frei vom deutschen Mief&lt;/em&gt;.&quot; und &quot;&lt;em&gt;Das ist aber kein Deutscher, oder&lt;/em&gt;?&quot;&lt;br /&gt;Vielleicht gelingt Gropper mit seiner Platte das, was andere gro&amp;szlig;e Pop-K&amp;uuml;nstler &quot;made in germany&quot; offenbar nicht vollkommen &amp;uuml;berzeugend geschafft haben: Deutschland als popkulturelle Vorreiternation zu etablieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch f&amp;uuml;r den klassischen Berliner h&amp;auml;lt Konstantin Gropper einen Leckerbissen bereit: eine Cover-Version von &lt;em&gt;Born Slippy&lt;/em&gt; &lt;em&gt;nuxx&lt;/em&gt;, im Original von den britischen &lt;strong&gt;Underworld&lt;/strong&gt;, bekannt vor allem aus dem Kultfilm &quot;Trainspotting.&quot;&amp;nbsp; Charmant begr&amp;uuml;ndet er, warum er diesen Song unbedingt auf Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon haben wollte: &lt;span class=&quot;doc&quot;&gt;&lt;em&gt;&quot;Ich dachte ja, Born Slippy sei so was wie die Hymne meiner Generation, so wie Smells Like Teen Spirit f&amp;uuml;r die davor war, darum wollte ich das unbedingt aufnehmen. Aber es hat sich heraus gestellt, dass es wohl doch nicht so viele Leute kennen. Auf gar keinen Fall wollte ich Underworld verkackeiern...&quot; &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wer das Augenzwinkern bei Herrn Gropper &amp;uuml;bersieht, wird sich mit seiner Musik schwer tun. Auch wenn sie gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils schwerm&amp;uuml;tig, speziell melancholisch und auch inhaltlich oft d&amp;uuml;ster ist, will er seine Songs nicht als Weltuntergangssoundtrack verstanden wissen, sondern als &quot;Zusammenhalt-Lieder&quot;. &quot;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt;Am Ende wird es schon gut ausgehen, auch wenn es jetzt gerade echt schwierig aussieht.&quot; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span&gt; Am Horizont sei doch schlussendlich immer ein Silberstreif zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und wenn Heilungsprozesse immer so erfrischend und nachhaltig ver&amp;auml;ndernd w&amp;auml;ren, wie es der Genuss von Get Well Soon's erstem Album ist, steht einem l&amp;auml;ngeren Aufenthalt meinerseits unter &amp;auml;rztlicher Aufsicht nichts im Wege. Oder um es mit Groppers Label City Slang zu sagen:&lt;br /&gt;&quot;&lt;em&gt;Ein sehr sch&amp;ouml;nes, ein sehr forsches Album von einem jungen Gro&amp;szlig;talent, an dem die Welt, wenn es nach uns geht, durchaus genesen darf.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 19:09:12 +0200</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/rest-now-weary-head-you-will-get-well-soon/</guid>
		</item>
		
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			<title>The Virgin Suicides</title>
			<link>http://www.trickster.at/the-virgin-suicides/</link>
			<description>&lt;p&gt;2000 erschien The Virgin Suicides, das zweite Studioalbum von Air nach dem Durchbruch Moon Safari. Sofia Coppola engagierte das Duo nach ihrem ersten Achtungserfolg, um den Soundtrack zu ihrem Film (eben &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/The_Virgin_Suicides&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Virgin Suicides &lt;/a&gt;von 1999) zu produzieren. Eine gute Entscheidung, nicht nur meiner Ansicht nach. Der Soundtrack wurde von den wichtigsten Medienvertretern hoch gelobt, was sicher nicht nur an dem eing&amp;auml;ngigen, wundersch&amp;ouml;nen Opener &lt;em&gt;Playground Love&lt;/em&gt; liegt, der auch mir heute noch eine G&amp;auml;nsehaut verschafft. &lt;br /&gt;Nein, Air haben ihre Aufgabe durchaus ernst genommen, und einen Soundtrack produziert, der sich wie eine zweite Haut an die einzelnen Szenen des Films anschmiegt und somit eine perfekte Stimmung schafft. Der Film selbst spielt in den 70er Jahren, die Musik dazu klingt aber modern, elektronisch mit klassischen, fremden Elementen, dennoch stimmt die Mischung. Der melancholische Grundton des Films wird durch das Werk von Air noch verst&amp;auml;rkt, auch wenn das Album an sich gar nicht so traurig klingt - Gerade &lt;em&gt;Bathroom Girl&lt;/em&gt;, die Untermalung zum ersten Suizidversuch des j&amp;uuml;ngsten Lisbon-M&amp;auml;dchens, klingt streckenweise sogar episch, siegestrunken, w&amp;auml;hrend das folgende &lt;em&gt;Cemetary Party &lt;/em&gt;genau das h&amp;ouml;ren l&amp;auml;sst, was man erwartet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kannte das Album, bevor ich den Film gesehen habe, und auch wenn Sofia Coppolas Streifen, wie k&amp;ouml;nnte es anders sein, durchaus empfehlenswert ist, ist es auch jedem ans Herz zu legen, sich The Virgin Suicides zuerst anzuh&amp;ouml;ren, ohne den Film gesehen zu haben, um ihn losgel&amp;ouml;st h&amp;ouml;ren zu k&amp;ouml;nnen. Au&amp;szlig;erdem passt er wunderbar als &quot;eigener&quot; Soundtrack, den man selbst im Hintergrund laufen l&amp;auml;sst, um sich etwas musikalische Untermalung zu bieten. Gut geeignet insbesondere f&amp;uuml;r graue (Regen-)Tage, an denen man solche Arbeit angeht, die schon lange auf dem Schreibtisch vor sich hinstaubt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon erw&amp;auml;hnt, enth&amp;auml;lt The Virgin Suicides nicht nur typische elektronische Elemente, sondern starke Einfl&amp;uuml;sse von Schlagzeug, Klavier, Akustik- und E-Gitarre. Au&amp;szlig;erdem eingearbeitet ist Audiomaterial aus dem Film selbst (&lt;em&gt;The World 'Hurricane'&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Suicide Underground&lt;/em&gt;). Und auf &lt;em&gt;Playground Love&lt;/em&gt;, h&amp;ouml;rbar im eingebundenen Video, verlieh S&amp;auml;nger Matt Stone von &lt;strong&gt;Phoenix&lt;/strong&gt; seine Stimme zur Komplettierung eines wundersch&amp;ouml;nen Lieds. Und eine passendere h&amp;auml;tte man wohl auch kaum finden k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 10:29:53 +0200</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/the-virgin-suicides/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>Power</title>
			<link>http://www.trickster.at/power/</link>
			<description>&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nach einer erfolgreichen Kollaboration mit dem englischen DJ Erol Alkan, sowie einer vorab EP, erschien nun dieser Tage das zweite Album von Boys Noize, mit dem Namen Power.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Der Anfangstrack &lt;em&gt;Gax&lt;/em&gt; (mich pers&amp;ouml;nlich erinnert der Track an das Er&amp;ouml;ffnungsthema der Serien &amp;bdquo;Es war einmal&amp;hellip;&amp;ldquo; von Udo J&amp;uuml;rgens, klingt vielleicht krass, doch einige Gemeinsamkeiten sind auf jeden Fall vorhanden) verspr&amp;uuml;ht zwar noch nicht viel Power (wie es der Albumtitel andeutet), doch wenigstens die F&amp;uuml;&amp;szlig;e fangen sich schon einmal an zu bewegen. Dass das nur Schonfrist ist, sollte jedem klar sein, der Alex Ridha&amp;acute;s Deb&amp;uuml;t, OiOiOi, kennt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und auch schon der zweite Track ist voll dabei, dort wo OiOiOi aufgeh&amp;ouml;rt hatte. &lt;em&gt;Kontact Me&lt;/em&gt; bietet verzerrte Voicecoderstimmen, gepaart mit knarzenden Synthesizern und einen h&amp;auml;mmernden Beat. Nach dem Anfangsgepl&amp;auml;nkel wei&amp;szlig; man nun eindeutig, dass man eine Boys Noize Platte h&amp;ouml;rt. Und sogleich ist man auch schon bei Track Nummer 3, &lt;em&gt;Starter&lt;/em&gt;. Vorab des Albums als EP erschienen, wei&amp;szlig; der aufmerksame H&amp;ouml;rer was ihn erwartet. Feinste Synthesizerkl&amp;auml;nge auf die 12, die erst live ihre ganze Pracht entfalten. Darauf folgt &lt;em&gt;Jeffer &lt;/em&gt;(meiner Meinung nach das Highlight der ganzen Platte), ebenfalls auf der vorab erschienen EP zu finden. Dass dieses Lied wie viele andere auf dieser Scheibe einfach nur zum Tanzen animiert, ist wohl klar, als bester Beweis dient das hinzugef&amp;uuml;gte Video.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mit &lt;em&gt;Transmission&lt;/em&gt; kommt dann wieder ein sich aufb&amp;auml;umender Track zum Vorschein. Eine d&amp;uuml;stere Klanglandschaft bietet den vielen verschiedenen Elementen Platz um sich zu entfalten. Das sich dahinziehende Klangbild erinnert ein wenig an Depeche Mode, und auch der zum Einsatz kommende Synthysample unterst&amp;uuml;tzt dies. Bei &lt;em&gt;Nerve&lt;/em&gt; werden dann die Kl&amp;auml;nge doch wieder knarzender und lassen in etwa die Richtung des St&amp;uuml;cks erkennen. Zwar richtig &amp;bdquo;drauf gehaut&amp;ldquo; wird in der Nummer nie, doch voran geht einiges, ein &amp;uuml;beraus ehrenwerter L&amp;uuml;ckenf&amp;uuml;ller. Daf&amp;uuml;r startet dann &lt;em&gt;Trooper&lt;/em&gt; wieder voll durch. Wie ein Sturmtrupp bei einer Invasion st&amp;uuml;rmt er in des H&amp;ouml;rers Ohr, mit viel Perkussion und wenig Kompromissen. Treibender Beat und fieser Synthys sind auch die Bestandteile des n&amp;auml;chstens Tracks, &lt;em&gt;Drummer&lt;/em&gt;. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mit &lt;em&gt;Sweet Light&lt;/em&gt; geht die Platte ins letzte Drittel, sehr eindrucksvoll wie ich finde, bis hinaus ins Weltall scheint dieser Track zu wollen. Er schafft es, fast. &lt;em&gt;Rozz Box&lt;/em&gt; ist dann ein eher verwirrteres St&amp;uuml;ck auf dem Album, w&amp;uuml;rde vom Stil her eher aufs erste, als auf dieses Album passen. Mit &lt;em&gt;Nott&lt;/em&gt; bietet dann Power noch nochmals richtig power. Dicker Bass und verzerrter Sound &amp;ndash; Boys Noize at its best! In den wohlverdienten Frieden entl&amp;auml;sst uns dann ein St&amp;uuml;ck namens &lt;em&gt;Heart Attack&lt;/em&gt;. N&amp;auml;mlich genauso unschuldig wie wir mit &lt;em&gt;Gax&lt;/em&gt; in die Welt des Alex Ridha eingetreten waren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Alles in allem ein wirklich gelungenes zweites Album. Streckenweise auch runder, als das Deb&amp;uuml;t.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 14:32:42 +0200</pubDate>
			
			<guid>http://www.trickster.at/power/</guid>
		</item>
		
		<item>
			<title>In This Light And On This Evening</title>
			<link>http://www.trickster.at/in-this-light-and-on-this-evening/</link>
			<description>&lt;p&gt;An End Has A Start - So lautete der Titel des letzten Editors-Albums. Und In This Light And On This Evening k&amp;ouml;nnte der Anfang vom Ende der Editors sein. Die Bef&amp;uuml;rchtung das Album werde kein gro&amp;szlig;er Wurf wurde schon am Frequency-Festival im August wach, als ich zum ersten Mal die neuen Songs der Editors geh&amp;ouml;rt habe, jetzt, da ich das Album in H&amp;auml;nden halte, ist es leider traurige Gewissheit: Die neue Editors erreicht die Vorg&amp;auml;nger nicht einmal ann&amp;auml;hernd. Es klingt nichts mehr nach den Editors, wie wir sie fr&amp;uuml;her kannten, au&amp;szlig;er der markanten Stimme von Tom Smith, herausragende Tracks wie &lt;em&gt;Munich&lt;/em&gt;&amp;nbsp;oder &lt;em&gt;Weight Of The World&lt;/em&gt;&amp;nbsp;sucht man hier au&amp;szlig;erdem auch vergebens. Einzig &lt;em&gt;Papillon&lt;/em&gt;&amp;nbsp;schafft es, noch etwas vom Geiste der alten Platten einzufangen. Der Rest des Albums ist platter Synthiepop ohne gro&amp;szlig;e Innovationen oder musikalischer Rafinesse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wandel vom Post-Punk &amp;aacute; la &lt;strong&gt;Joy Division &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;Interpol&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;zu diesem d&amp;uuml;steren Synthiepop im Stile von &lt;strong&gt;Depeche Mode &lt;/strong&gt;hat ihnen definitiv nicht gut getan. Wenn man guten Synthiepop will, sollte man zu &lt;strong&gt;S&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;ome Great Reward &lt;/strong&gt;oder zu &lt;strong&gt;Violator&lt;/strong&gt; von den angesprochenen &lt;strong&gt;Depeche Mode&lt;/strong&gt; greifen, die sind im Gegensatz zu dieser Platte gro&amp;szlig;artig. Auf amazon. de wurden von manchen Rezensenten gar schon Vergleiche mit &lt;strong&gt;Radiohead&lt;/strong&gt; angestellt, &amp;uuml;ber deren Dummheit m&amp;ouml;chte ich mich jetzt nicht auslassen. Dieses Album hat mit einem Meileinstein der Musikgeschichte wie &lt;strong&gt;Kid A&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gar nichts gemein, au&amp;szlig;er vielleicht, dass hier ebenso ein radikaler Stilwechsel geschehen ist als vom OK Computer auf Kid A. Wie gerne h&amp;auml;tte ich jetzt geschrieben wie gro&amp;szlig;artig dieses Album denn nicht ist, doch ein Fauxpas wie In This Light And On This Evening ist nicht sch&amp;ouml;n zu reden.&amp;nbsp;Das einzige, was man als Editors-Fan jetzt noch machen kann, ist das vierte Album abzuwarten und zu hoffen, dass dieses ein einmaliger Ausrutscher war.&amp;nbsp;Zu guter Letzt stellt sich mir nur noch eine Frage: Warum, liebe Editors, warum?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas gutes hat dieses Album jedoch schon, mit den stupiden Vergleichen mit &lt;strong&gt;Interpol &lt;/strong&gt;(Editors = Interpol f&amp;uuml;r Arme usw)&amp;nbsp;ist es nun endg&amp;uuml;ltig vorbei. Das wars aber dann auch schon wieder. Trotz alledem freuen wir uns auf das Konzert am 26.11. im Gasometer, da dort auch zur Gen&amp;uuml;ge alte Songs gespielt werden. See you there!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 19:19:03 +0200</pubDate>
			
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