I need your sweat as much as you need mine
When you're all alone, we become your home, we're the music. Mando Diao sind auf Give Me Fire offenbar um das Wohl ihrer Hörer besorgt, und selbst wenn nicht, der jüngste und erfolgreichste Spross der Schweden-Diskographie handelt von allen möglichen Gefühlswallungen - Verzweiflung, Hass, Leidenschaft, Wut, Liebe, Lust. Give Me Fire muss man wirklich nicht mehr anstarten, diese Platte hat schon genug Feuer und Emotionen, als dass sie noch mehr verlangen dürfte. Sprich: Man gibt mehr Feuer, als man braucht.
Viel ist bekannt, bewährtes ist gleich geblieben, alteingesessene Fans verprellt man auf gar keinen Fall, aber auch neue Leute werden sich locker vom neuen Mando-Album begeistern lassen. Sixties-Gitarrenparts gepaart mit Dixgårds rau-angenehmer Stimme, Klavierstrecken und in High Heels darf man sogar Trompeten hören. Aus den H&M-Spots sicher Einigen bekannt, ist High Heels überhaupt eines der Highlights des Albums. Schleichend, aufreizend und eine Hommage an verdammt heiße Sommertage. Mean Street erinnert mich persönlich an richtig klassischen Britrock im Stil der Beatles, und obwohl schon von diversen "wir müssen wirklich alles bis ins Grab rauf und runter spielen"-Sender geschwächt, ist Dance With Somebody, die erste Single, eigentlich verdammt stark, und vor allem etwas, das man von Mando Diao noch gar nicht gehört hat. Und ganz im ernst, sie macht durchaus Stimmung, auch wenn man sich das vielleicht nicht mehr ganz eingestehen will, weil's nunmal jedes Indiekind via Handylautsprechern der Öffentlichkeit kundtut.
Alles in Allem ist Give Me Fire eine Steigerung zu den früheren Alben, die selbst alles andere als schwach sind, und sicher ein weiterer Grundstein für eine große Zukunft.
Userbewertung: 7,62 Punkte (8 Stimmen)
Autorenbewertung: 7 Punkte
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