Manuel Normal - Frontal

„Mit Dosenbier im Blut wird alles Gut.“

 

 

Beim ersten Anhören wirkt das Erstlingswerk vom 30-jährigen Mühlviertler Manuel Normal doch sehr eigenwillig – "Was will er mir eigentlich sagen, der Herr Normal?" werden sich manche fragen – doch nach einigen Hördurchgängen wird wohl jedem klar was er eigentlich meint mit: „I will eich a drockene Detschn gebn.

Funky-Uptempo-Rock mit Mundarttexten, so nennt sich das Genre in dem Manuel Normal mit seiner Superjazzbatterie wohl der Beste, wenn auch Einzige seiner Klasse ist.

Auf „Frontal“ passt meiner Meinung nach auch keine Beschreibung besser, als die vom Interpreten selbst: “ Laut, frech, selbstkritsch und im Mühlviertler Dialekt will er so sein, wie er es selbst für richtig hält“. Genauso kommt die Platte auch rüber, mit einer gewissen „Scheiß-drauf Mentalität“ die eigentlich, pardon, garnicht drauf „scheißen“ will sondern einfach mal anregen soll, nämlich das zu sagen was man sich denkt und eine eigene Meinung zu bilden.

Dass Manuel Normal er selbst ist, zeigt er eindrucksvoll mit „Sicher net du“, und das was ihn angeht schreit er uns in “S geht mi aun“ ins Gesicht – Nebenbei ist er aber auch so nett und fragt uns ob wir das überhaupt „aushoitn“ (Saumthaundschuach).

Mit „frontal“ ist Manuel Normal ein Einstand gelungen, der ganz weit weg vom Mainstream zeigt, wie schön österreichischer Dialekt eigentlich sein kann und wie gut funkige Rockmusik mit Raps symphatisieren kann. Sicher nicht jedermanns Sache, aber jeder sollte der CD eine Chance geben und bei Gelegenheit den Herrn mit seiner Superjazzbatterie mal live erleben, denn da wird erst richtig bewusst, was für ein großartiger Musiker er eigentlich ist.

 

 

 






Userbewertung: 8,94 Punkte (16 Stimmen)
Autorenbewertung: 10 Punkte
Alle Kritiken zu Manuel Normal :

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Autoren-Bewertung: 10 Punkte
User-Bewertung: 8,94 Punkte
Datum: 5. September 2010

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