DĂșnĂ©
- Enter Metropolis
Life is not a party
So geht´s dahin, gestern noch fabrizierten die sieben Jungspunde aus Dänemark in ihrer Heimatstadt Musik und heute sind sie in Berlin sesshaft geworden. Auf den Umzug nach Berlin spielt auch der Titel des Zweitwerks, Enter Metropolis, an. In die Großstadt kommen, viel Trubel, viel Lärm – aber so hat es die Band um Sänger Mattias gern. In den letzten Jahren sind sie viel herumgekommen, haben in allen Herrenländern gespielt, viele Festivals, viele geschichtsträchtige Orte haben sie besucht und all das verarbeiten sie jetzt in ihrem neuem Album.
Los geht’s mit Time To Leave – ironisch, genau passend um eine neue Ära einzuleiten. Eine neue Ära? Nach einem Album? Ja, die Popkultur ist schnelllebig geworden. Zwischen Ballade und Popnummer wälzt sich die erste Nummer dahin. Können sie das Niveau und vor allem den Partyfaktor des ersten Albums halten? Definitiv. Nach rund einer Minute geht’s los – keine Rücksicht auf Verluste. Darauf folgt Heat. Die erste Single und das zu Recht. Rockqualitäten Ende nie. Memories folgt. Ein typischer Lückenfüller. Nicht grandios, nicht schlecht, bis dann Let Your Love Go kommt. Dúné versuchen sich an einer Ballade. Mattias schrieb diesen Song für eine seiner Ex-Freundinnen. 100%ig kann er aber noch nicht überzeugen – im Laufe des Stücks entwickelt es sich dann aber wieder zurück zu einer Dúné-typischen tanzbaren Nummer. Final Party Of The 21st Century – wer bei diesem Anfangsbeat seine Beine stillhalten kann ist entweder ein tibetischer Mönch oder im tiefsten Koma. Wie beschreibt man diesen Song mit einem Wort? Party! Mehr geht nicht. Teils stupid rein gehämmerter Beat, bohrt sich dieser unwegsam einen Weg in das Ohr des Hörers.
Nummer 6 – früher mal Anfang von Seite B ist wieder so ein Lückenfüller. Nicht herausragend, aber missen möchte man ihn auch nicht. Revolution folgt. Wieder so ein „mit-dem-alten-Leben-Abschluss-Lied“ – diese finden sich auf Enter Metropolis zu Hauf. Als dann Heiress Of Valentina kommt ist der geübte Dúné-Hörer geneigt an den Track vom ersten Album zu denken, namens Go Go Valentina. Und wirklich ist das ein Folgetrack auf das Stück vom Vorgängerwerk. Dann erklingt eine Surf-artige Gitarre. Man glaubt kurz man sei im falschen Film, als dann aber die Drums einsetzen, weiß man wieder, man ist bei Dúné. Bezeichnende Songzeilen wie "Your soul, Will sue, Your life, When your body dies" tun ihr übriges, Get It, Get It ist an der Reihe. Dann noch gegen Schluss hin ein knallharter Synthiepart. Victim Of The City – das wahrscheinlich hymnischste Stück von Enter Metropolis ist angebrochen. Zum Ausklingen gibt’s dann noch To Metropolis – alles in allem ein sehr gelungenes Zweitlingswerk.
Userbewertung: 7,12 Punkte (8 Stimmen)
Autorenbewertung: 8 Punkte
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